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Laute Temposünder

Schmalfelder Kurven Laute Temposünder

Nach zuletzt drei schweren Motorradunfällen im Kreis Segeberg kontrollierte die Polizei in den berüchtigten „Schmalfelder Kurven“ mit Schwerpunkt auf Biker. Es wurden Temposünder - manche auch mit zu lauten Motorrädern - erwischt. Dabei kam es sogar zu zwei Verfolgungsjagden.

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Das Schallpegelmessgerät am Auspuff zeigte 114 dBA an, viel mehr als zulässig. Die Polizei kontrollierte mit Schwerpunkt auf Motorräder in den „Schmalfelder Kurven“ aber vor allem die Geschwindigkeit.

Quelle: Polizei

Struvenhütten. Der Verlauf einer Motorradkontrolle rechtfertigte ihren Anlass: Sie lieferte den Beweis, dass einige Biker auf der Straße mit außerordentlicher Rücksichtslosigkeit unterwegs sind. An drei Stellen wurde gemessen: in der Hauptstraße in Struvenhütten mit einer ESO-Anlage sowie zweimal auf der Landesstraße 234, davon einmal im Bereich eines Überholverbotes, mit dem Lasermessgerät TraffiPatrol. Zwischen 15 und 18.30 Uhr wurden 1574 Fahrzeuge gemessen, davon waren 239 zu schnell, das sind rund 15 Prozent. Ein außergewöhnlicher Wert sei das nicht, sagte Sprecherin Silke Westphal von der Polizeidirektion Segeberg, sondern mittlerweile „eher Durchschnitt“ bei solchen Tempokontrollen. 19 der Sünder waren Motorradfahrer, und insbesondere drei von ihnen benahmen sich besonders rüpelhaft.

 Gegen 15.20 Uhr durchfuhr eine BMW die Messstelle bei Struvenhütten mit 117 km/h statt der erlaubten 70 km/h. Als das Motorrad kurz darauf heraus gewunken werden sollte, machte der Fahrer kehrt und flüchtete in Richtung Kaltenkirchen – und jagte erneut durch die Messanlage, diesmal mit 119 km/h. Auch den Anhalteposten auf der anderen Seite ignorierte er. Der Videowagen der Polizei fuhr hinterher, in der Umgebung wurde eine Fahndung nach dem Motorrad ausgelöst. Um den Straßenverkehr nicht weiter zu gefährden, wurde die Verfolgung des Motorrads jedoch wenig später aufgegeben.

 Eine Stunde später sorgte der Fahrer einer Yamaha mit Hamburger Kennzeichen für den traurigen Rekordwert des Tages: Er raste mit 151 km/h durch die Tempo-70-Zone. Als er angehalten werden sollte, umkurvte er den Posten so bedenkenlos, dass Polizeibeamten beiseite springen mussten. Auch hier setzte der Videowagen zur Verfolgung an, brach sie aber kurz darauf ab.

 Beide Fahrzeughalter stehen nach Mitteilung der Polizei aufgrund der die Videoaufzeichnungen fest. Die Ermittlungen zu den Fahrern laufen noch, aber die Polizei hält ihre Fotos für „erfolgversprechend“.

 Ein weiterer Motorradfahrer wollte seinen Ärger über die Kontrollen akustisch kundtun und drehte ordentlich am Gasgriff. Sein Pech: Die Polizisten hatten auch ein Schallpegelmessgerät dabei. Es protokollierte 114 dB. Das war viel lauter als erlaubt und liegt an der medizinischen Schmerzschwelle, an der Gehörschäden drohen.

 Der Technische Geschwindigkeitsdienst des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Bad Segeberg kündigte am Tag nach der Messung in den „Schmalfelder Kurven“ bereits an, dass er in Zusammenarbeit mit anderen Polizeidienststellen weiterhin solche Motorradkontrollen vornehmen wird.

 Wohl zu Recht, wenn selbst die sich nicht an die Regeln halten, von denen man es eigentlich erwarten müsste: Ein Fahrschulmotorrad – das zudem nicht als solches gekennzeichnet war - fuhr hinter seinem Fahrschulwagen um 16 km/h zu schnell.

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