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Das „Städtische“ legt kräftig zu

Schulanmeldungen Das „Städtische“ legt kräftig zu

Der Ansturm auf die Gemeinschaftsschulen blieb aus – dafür hat es an den beiden Bad Segeberger Gymnasien eine bemerkenswerte Verschiebung gegeben. Bei den Anmeldungen für die neuen 5. Klassen hat das Städtische Gymnasium von 95 auf 138 Schüler zugelegt; die Zahlen an der Dahlmannschule gehen von 102 auf 82 zurück.

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Das Städtisches Gymnasium in Bad Segeberg erwartet 138 neue Fünftklässler.

Quelle: Jörg Schiffke

Bad Segeberg. Eigentlich war in Bad Segeberg erwartet worden, dass die Schule am Burgfeld kräftig zulegt. Die ehemalige Gemeinschaftsschule im Schulzentrum bietet seit dem laufenden Schuljahr eine Oberstufe und damit den Weg zum Abitur in neun Jahren an. Der Zuwachs fiel nun aber moderat aus: Es meldeten sich 110 neue Schüler an (Vorjahr: 96). „Einerseits bin ich zufrieden, andererseits hatte ich mir etwas mehr erhofft“, sagt Schulleiter Bernd Falkenhagen. „Ich habe ja die Kapazität für 130 Schüler.“

 Es werden fünf Klassen gebildet – in dem Wissen, dass in den kommenden Jahren noch Schüler von den Gymnasien auf die Gemeinschaftsschulen wechseln. Für sie wird bereits Platz eingeplant.

 Das Städtische Gymnasium erlebte einen ungewöhnlich starken Zulauf. Die Gründe sind Direktor Frank Ulrich Bähr ein Rätsel. „Das wäre ein Stück Kaffeesatz-Leserei. Durch die Wahlfreiheit der Eltern sind die Schülerströme sehr schwer zu kalkulieren.“ Das Gymnasium bietet neben englischsprachigem Erdkunde-Unterricht („Geography“) auch ein Sport-Profil in der Oberstufe, naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften und vieles mehr. In der Ganztagsbetreuung können sich die Kinder und Jugendlichen montags bis freitags bis 15 Uhr in der Schule aufhalten.

 Genau dieses Angebot ist für Dahlmannschul-Direktorin Nele Degenhardt einer der Hauptgründe für den Rückgang. „Wir müssen unser Nachmittagsangebot ausweiten“, sagt sie. Bislang gebe es eine Aufgabenbetreuung bis 14.30 Uhr – und das auch nur montags bis donnerstags. Eine Konzeptgruppe soll jetzt weitere Angebote für den Nachmittag erarbeiten.

 Aus den 82 Schülern werden drei Klassen gebildet. 16 Kinder besuchen die „Streicherklasse“, 45 sind für den Forscherzweig angemeldet (je zur Hälfte Jungen und Mädchen). Alle anderen besuchen eine Regelklasse. Die genaue Aufteilung wird vom neuen Unterstufenleiter Henning Brütt vorgenommen. Er will auch ergründen, ob aus bestimmten Einzugsgebieten die Schüler weggeblieben sind. „Wir gehen jetzt in die Analyse rein.“

 Direktorin Degenhardt findet den Rückgang gar nicht schlimm. „Wir haben im Kollegium im Sommer viele Abgänge, da ist dieses Ergebnis personell ganz gut“, sagt sie. Im übrigen hätten sich ausschließlich Schüler mit sehr guten Zeugnissen angemeldet. „Das sind alles ganz klassisch gymnasiale Kinder. Vielleicht sind wir in der Vorstellung sehr leistungsorientiert aufgetreten.“

 61 neue Schüler werden an der benachbarten Gemeinschaftsschule am Seminarweg aufgenommen – ein leichter Rückgang bei 70 Kindern im Vorjahr.

 Die Wahlstedter Poul-Due-Jensen-Schule legt von 40 auf 47 Schüler leicht zu – auf nach wie vor schwachem Niveau. „Ich kann keine echte Begründung dafür angeben“, sagt Schulleiter Hans-Peter Hübner. Er hofft, dass „der eine oder andere Schüler noch dazukommt“.

 Die Wahlstedter leiden zunehmend darunter, dass ihnen keine gymnasiale Oberstufe genehmigt worden ist. Dass sie – wie auch die Gemeinschaftsschulen in Leezen, Bornhöved und am Seminarweg in Bad Segeberg – einen Kooperationsvertrag für den Besuch der Oberstufe am Berufsbildungszentrum (BBZ) haben, nützt den Wahlstedtern bisher nicht viel.

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