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Den Beruf stets im Blick

Schule am Burgfeld Den Beruf stets im Blick

Der Schritt von der Schule ins Berufsleben ist nicht einfach – umso besser, wenn die Schule die Schüler vorbereitet. Wer das besonders gut macht, bekommt vom Land Schleswig-Holstein das Berufswahl-Siegel verliehen. In Bad Segeberg hat das jetzt die Schule am Burgfeld geschafft.

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Schulleiter Bernd Falkenhagen und Christiane Schmidt-Werthern, Koordinatorin für Studien-und Berufswahl an der Schule am Burgfeld, präsentieren das gerade von der Bildungsministerin verliehene „Berufswahlsiegel“ ihrer Schule.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. Von Bildungsministerin Britta Ernst nahmen Schulleiter Bernd Falkenhagen sowie die Lehrkräfte Christiane Schmidt-Werthern und Stefan Ahrens die Auszeichnung entgegen. „Schule mit vorbildlicher Berufs- und Studienorientierung“ ist auf dem Schild, das in der Pausenhalle aufgehängt wird, zu lesen. „66 Schulen haben sich beworben, davon haben 58 das Siegel am Ende erhalten“, schildert Falkenhagen. „Theoretisch hätten aber circa 300 Schulen im Land daran teilnehmen können, die alle ab fünfter Klassenstufe unterrichten.“

 In der Schule am Burgfeld wird seit mehreren Jahren viel Gewicht auf die Berufswahl gelegt. Es gibt Kooperationen mit örtlichen Firmen wie Möbel Kraft und den Segeberger Kliniken oder Aktionen wie den „Job-Talk“ für Achtklässler. Dabei besuchen Firmenvertreter und die dort beschäftigten Auszubildenden die Schule und berichten über ihr Arbeitsgebiet und ihren Berufsalltag. Zwanzig verschiedene Berufe können so den Jugendlichen nähergebracht werden.

 „In dem Alter trauen sich die Schüler meist nicht, Fragen zu stellen, wenn sie zum Beispiel auf einer Berufsorientierungsmesse sind“, erklärt Christiane Schmidt-Werthern. „Sie wissen gar nicht so recht, was sie fragen sollen. Daher ist es besser, wenn sie beim Job-Talk erstmal zuhören können, um sich zu informieren.“ Praktische Erfahrungen sollen so oft wie möglich gemacht werden – so besuchen in dieser Woche gerade zwei neunte Klassen die Wahlstedter Firmen Grundfos und Pelz. Sie verbringen dort den ganzen Tag und lernen den betrieblichen Ablauf kennen.

 Die Anregung dazu kam von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Als Kreisfachberaterin für Berufsorientierung beim Schulamt sorgt Christiane Schmidt-Werthern dafür, dass solche Angebote in der Schule bekannt gemacht werden und die Jugendlichen sie nutzen können. Bei der Zertifizierung für das Berufswahlsiegel wurden genau solche Angebote an Schulen geprüft. Nachdem der umfangreiche Fragebogen zur Zertifizierung im Herbst 2015 ausgefüllt worden war, bekam die Schule im Juli 2016 von einer dreiköpfigen Jury Besuch, die alles vor Ort in Augenschein nahm.

 Geprüft wurde, wie die berufliche Orientierung im Schulleben organisatorisch verankert ist und wie die Schule am Burgfeld mit Betrieben, anderen Schulen und weiteren Ansprechpartnern zusammenarbeitet – also in ein Netzwerk eingebunden ist. Das gesamte Engagement der Lehrkräfte wurde von der Kieler Jury – bestehend aus Fachleuten aus Wirtschaft, Ministerium und Schulen – dann am Ende mit dem Siegel bedacht, das für drei Jahre gültig ist. „Danach kann dieses Zertifikat wieder durch erneuten Nachweis rezertifiziert werden“.

 Den Nutzen so eines Siegels sehen die Pädagogen auch in der intensiven Beschäftigung mit dem, was sie an Maßnahmen zur Berufsorientierung anbieten. „Man guckt kritisch auf die eigene Arbeit und lernt daraus“, erklärt Christiane Schmidt-Werthern. „Das ist auf alle Falle schon mal ein positiver Effekt.“ Schön sei aber auch das Renommee, das die Schule dadurch erwirbt. „Man kann natürlich nicht sagen, dass es Eltern dazu bringt, ihre Kinder hier auf dieser Schule anzumelden“, sagt Rektor Falkenhagen. „In der 5. Klasse ist ja die Berufsorientierung noch so weit weg“, ergänzt Schmidt-Werthern. „Aber es spricht für das Engagement unserer Schule.“

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