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Sperrung wegen Lärm und Schmutz

Schulsportplatz Sperrung wegen Lärm und Schmutz

Der Sportplatz des Städtischen Gymnasiums in Bad Segeberg ist ab sofort „Sperrgebiet“. Der Zugang ist neuerdings mit einem Tor verschlossen. Garniert wird das Ganze mit einem Schild: „Außerschulische Nutzung ist untersagt. Verstoß wird als Hausfriedensbruch gewertet und kommt zur Anzeige.“

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Der Sportplatz des Städtischen Gymnasiums ist nicht mehr frei zugänglich. Er wurde nach Beschwerden der Anwohner und der Schule abgesperrt. Für Vereine ist es aber weiterhin möglich, das bestens ausgebaute Trainingsgelände zu nutzen.

Quelle: Matthias Ralf

Bad Segeberg. Ist damit das Ende des Vereinssports auf dem Gelände gekommen? „Nein“, sagt Sachgebietsleiter Dirk Gosch im Rathaus. Neben dem Schulsport werde auch das gewohnte Training der örtlichen Vereine weiterhin auf dem Gelände möglich sein. „Das Schild ist nicht glücklich“, räumt er ein. „Da kommen neue hin.“

Vom Grundsatz her steht die Stadtverwaltung aber dazu, das Gebiet nicht mehr für die Öffentlichkeit freizugeben. „Es hat dort eine sehr starke Freizeitnutzung gegeben“, erläutert Gosch. Damit meint er aber nicht nur, dass einzelne Sportfreunde die Tartanbahn rauf und runter gewetzt sind, sondern vor allem das Abhalten privater Open-Air-Partys. „Da soll es ziemlich lustig zugegangen sein.“ Anwohner beschwerten sich über den Lärm, der vor allem in den warmen Sommermonaten bis in die späten Abendstunden andauerte – mitunter bis mitten in die Nacht.

Junge Leute haben auf dem Schulgelände sogar gegrillt und regelrechte Saufgelage abgehalten. Das bestätigt Gosch. „Es ist dort Alkohol getrunken worden.“ Zwischendurch habe man sich dann auch mal der sportlichen Ertüchtigung hingegeben. „Wenn sie dann aber stundenlang Sport gemacht haben, mussten sie ja auch ihre Geschäfte erledigen.“ Da die Mehrzweckhalle aber nicht geöffnet ist und es dort keine zugänglichen Toiletten gibt, haben die unbefugten Nutzer ihre Notdurft auf dem Schulgelände verrichtet. „Zum Beispiel im grünen Klassenzimmer“, sagt Gosch. Das Gelände neben der Schule ist für Unterricht unter freiem Himmel gedacht. Dass sich die Schüler dort in Urinpfützen und Kothaufen setzen, findet die Stadt nicht hinnehmbar.

So trifft das Verbot nun auch diejenigen, die sich immer korrekt verhalten haben. Die neuen Regelungen wurden in eine erneuerte Benutzungsordnung aufgenommen. Eine Verringerung des Vereinssports sei jedoch nicht Ziel des Rathauses. „Im Gegenteil“, sagt Gosch. So werde derzeit ein neuer Lauftreff des SC Rönnau 74 möglich gemacht. Die Gespräche laufen bereits seit Monaten und sollen demnächst zu konkreten Ergebnissen führen. In diese Gruppe sollen auch junge Flüchtlinge aufgenommen werden.

Der Sportplatz des Städtischen Gymnasiums gehört zu den besten und schönsten der gesamten Region. Er wurde vor einigen Jahren für rund eine Million Euro hergerichtet und bietet unter anderem eine exzellente Leichtathletik-Anlage. Daher kann das „STG“ in seiner Oberstufe auch ein Sportprofil anbieten.

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