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Weg in die Grundschule ebnen

Bad Bramstedt Weg in die Grundschule ebnen

Die Ausschüsse des Schulverbandes Bad Bramstedt haben sich für die Beschäftigung von sogenannten Kooperationserziehern ausgesprochen. Sie sollen Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule erleichtern. Zwei Fachkräfte werden in Teilzeit zunächst für drei Jahre beschäftigt.

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An der Maienbeeck-Grundschule in Bad Bramstedt wären Kooperationserzieher wegen des hohen Ausländeranteils sicherlich willkommen. Hier gibt es auch schon eine Klasse, in der Lehrerin Astrid Schlenger Deutsch als Zweitsprache vermittelt.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Finanz- und Hauptausschuss beschlossen in gemeinsamer Sitzung, beim Holsteiner Auenland die Fördersumme von bis zu 100000 Euro zu beantragen.

 Wenn die Förderung über das Holsteiner Auenland klappt, erläuterte Schulverbandsvorsteher Hans-Jürgen Kütbach, könnten die beiden Kooperationserzieherinnen im Februar oder März die Arbeit aufnehmen. Sie würden dann in zwei Kitas einige entwicklungsverzögerte Kinder besonders fördern, die nach den Sommerferien 2017 eingeschult werden. Die Erzieherinnen sollen dann mit diesen Kindern in die Schule wechseln, um ihnen dort den Start zu erleichtern. Bei 15 Kitas im Einzugsbereich des Schulverbandes und fünf Grundschulstandorten sind zwei Teilzeitkräfte dramatisch wenig. Allein die Grundschule Am Bahnhof beispielsweise hat mit Beginn des laufenden Schuljahres Kinder aus neun verschiedenen Tagesstätten aufgenommen. „Es ist aber ja auch nur ein Pilotprojekt“, erklärte Kütbach. „Wir wollen feststellen, ob es Sinn macht und wir es ausbauen, oder ob es wieder eingestellt wird.“

 Kütbach rechnet mit Kosten für die beiden Teilzeitkräfte von 80000 bis 120000 Euro verteilt auf drei Jahre. Die sich aus EU-Mitteln speisende Aktivregion Holsteiner Auenland fördert ein solches Pilotprojekt mit einem Zuschussanteil von maximal 75 Prozent. Die höchst mögliche Fördersumme beträgt 100000 Euro. Wird sie bewilligt, könnten auch noch mehr als zwei Kooperationserzieher eingestellt werden. Entscheidungsgremium ist der Projektbeirat des Auenlandes, der die Fördersumme festlegt. Sie ist unter anderem davon abhängig, inwieweit das Vorhaben Auswirkungen auf die gesamte Region hat. Bisher liegt dem Schulverbandsvorsteher nur eine Absichtserklärung des Beirates vor, ein solches Pilotprojekt unterstützen zu wollen.

 Die Mitglieder der Schulverbandsausschüsse beschlossen einstimmig, den Förderantrag zu stellen. Es gab aber auch mahnende Worte in der gemeinsamen Sitzung der Gremien. Karl Menken, Bürgermeister in Heidmoor, sagte: „Eigentlich ist das Aufgabe des Landes und nicht unsere.“ Und Stadtverordneter Werner Weiß (CDU) erinnerte daran, dass es schon heute erhebliche Probleme mit der Finanzierung der Kindertagesstätten gebe und die Kosten durch die Kooperationserzieher noch weiter stiegen.

 Die Runde betonte, nach der Versuchsphase genau prüfen zu wollen, ob die Kooperationserziehung fortgesetzt wird. Dann nämlich müsse der Schulverband alleine für die Kosten aufkommen, stellte der Finanzausschussvorsitzende Holger Klose, Bürgermeister in Hagen, klar.

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