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Freie Träger sollen Schulassistenten beschäftigen

Bad Bramstedt Freie Träger sollen Schulassistenten beschäftigen

Der Weg für die Einstellung von drei Schulassistenten für die Grundschulen des Schulverbandes Bad Bramstedt ist frei. Jetzt muss noch ein Träger ausgesucht werden, der die neuen Mitarbeiter für die vier Schulen an fünf Standorten einstellt.

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Sandra König (45), seit Mitte September Leiterin des Sachgebiets Schule, Kultur und Sport im Bad Bramstedter Rathaus, protokollierte zum ersten Mal eine Sitzung für den Schulverband.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Bad Bramstedt. Der Finanz- und der Hauptausschuss des Verbandes genehmigten in ihrer gemeinsamen Sitzung am Mittwochabend einen entsprechenden Vertrag mit dem Land Schleswig-Holstein, um die Finanzierung der Stellen zu sichern.

 Am Tag der Sitzung war im Rathaus in Bad Bramstedt, das die Geschäfte des Schulverbandes führt, der Entwurf eines Kooperationsvertrages zwischen dem Land und dem Schulverband für das Schuljahr 2015/2016 eingegangen. Dieser sieht eine Zuwendung in Höhe von 96000 Euro für 771 Schüler vor. Pro Kind sind das jährlich rund 125 Euro. Die Ausschüsse billigten einstimmig den Vertrag, der schnellstens dem Ministerium für Schule und Berufsbildung vorgelegt werden muss.

 Anders als der Großteil der schleswig-holsteinischen Schulträger, die dem Land die Einstellung der Assistenzkräfte überlässt, hatte der Schulverband mit großer Mehrheit im Juli entschieden, einem freien Träger die Schulassistenz zu übertragen. Im Rathaus haben sich bereits fünf Interessenten gemeldet. Bekannt ist, dass sich auch der Verein Lebenshilfe um eine Trägerschaft bemüht.

 Das Bürgeramt, in dem das Sachgebiet Schule, Kultur und Sport angesiedelt ist, wird Kontakt mit den potenziellen Trägern aufzunehmen. Einen geeigneten Träger wird dann ein Arbeitskreis aussuchen, in dem die Schulleitungen und Kommunalpolitiker vertreten sind. Ob die Schulassistenten noch in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen können, ist bislang offen, zumal der künftige Träger die Assistenzkräfte noch einstellen muss.

 Eckpunkte für die Ziele und Aufgaben der Schulassistenten hat das Kieler Ministerium gesetzt. Dazu zählt zum Beispiel, dass für alle Kinder in einer Klasse die Lernbedingungen verbessert werden. Zudem soll die Umstellung auf systematische Lernprozesse am Beginn der schulischen Laufbahn mit Hilfe der Schulassistenten bewältigt und damit der Übergang von der Kindertagesstätte in die Schule erleichtert werden. Keinesfalls dürfen die Assistenten Lehrkräfte vertreten oder eigenständig unterrichten.

 In Bad Bramstedt haben sich die Schulleiterrunde und der Lebenswelt-Schule-Beirat mit dem Konzept befasst und die Eckpunkte präzisiert. So sollen nach dem Willen der Bildungsfachkräfte die Schulassistenten nicht als Ersatz für die Schulbegleiter – diese betreuen Schüler mit körperlichen oder geistigen Behinderungen - eingesetzt werden. Die Runde stellt als fachliche Anforderung an die künftigen Schulassistenten mindestens eine einschlägige Fachschulausbildung zur Bedingung. Auch sollen sich der Träger und die Assistenzkräfte verpflichten, im Bildungsnetzwerk „Lebenswelt Schule“ mitzuarbeiten.

 Zur Finanzierung der Schulassistenten stellt das Land jährlich 13,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt läuft zunächst bis 2020.

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Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

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