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Adler litt unter Geflügelpest

Seedorf Adler litt unter Geflügelpest

Die Geflügelpest greift im Kreis Segeberg und dem Umland immer weiter um sich. Die Schutzzonen wurden deshalb jetzt erweitert. Der angeschlagene Seeadler am Seedorfer See zählt zu den Opfern der Epedemie. Am Mittwoch wurden bei dem Tier das hochansteckende Grippevirus des Subtyps H5N8 nachgewiesen.

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Seeadler wie dieses Exemplar stehen unter Schutz. Das kranke Tier, das bei Seedorf gefunden wurde, war vom Vogelgrippe-Virus befallen. Das teilte Donnerstag der Kreis Segeberg mit.

Quelle: Axel Heimken

Seedorf. Auch eine Graugans aus dem Bereich der Gemeinde Tensfeld hatte das nationale Referenzlabor Friedrich-Löffler-Institut untersucht und ebenfalls das Virus gefunden. Dies gilt auch für einen positiv getesteten Wildvogel im Kreis Plön, der sich am Belauer See aufhielt.

 Auf den kranken Seeadler bei Seedorf war ein Jäger bei einer Biotopbesichtigung gestoßen. Das Tier hatte sich geschwächt und flügellahm gezeigt, konnte kaum vom Boden abheben. Der zuständige Förster behielt das Tier im Blick. In dieser Woche nun wurde von den Behörden entschieden, das Tier einzufangen und vom Fachtierarzt untersuchen zu lassen. „Nach der Untersuchung wurde auf Grund schlechter Prognose einvernehmlich entschieden, das Tier von seinen Leiden zu erlösen“, teilte Gernot Schramm mit, Pressesprecher des Kreises Segeberg. Das sei mit dem Land und der Projektgruppe Seeadlerschutz so abgesprochen worden.

Schramm berichtete weiter, dass wegen der neuen Funde die Gemeinden Blunk, Bornhöved, Daldorf, Nehms, Tarbek und Tensfeld und Teile der Gemeinde Seedorf, die sich zurzeit schon im Beobachtungsgebiet befinden, künftig zum Sperrbezirk gehören. Damit verschmelzen die beiden bestehenden Sperrbezirke rund um Stocksee und rund um die Stadt Bad Segeberg zu einem großen Sperrbezirk. Die Außengrenzen des bisherigen Beobachtungsgebietes bleiben bestehen, erweitern sich somit nicht.

 In diesen sogenannten Restriktionszonen befinden sich 634 Geflügelhaltungen, davon 212 im Sperrbezirk.

Kreispressesprecher Gernot Schramm betont, dass Hunde und Katzen in den Sperrbezirken und dem Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen dürfen. Deshalb gilt eine Anleinpflicht. Dies soll verhindern, dass sich der derzeit grassierende hochaggressive Erreger der Geflügelpest weiter verbreitet. „Die Geflügelbestände sind derzeit stark gefährdet.“ Bei Verstößen kann ein Bußgeld bis zu 30000 Euro verhängt werden.

In den vergangenen Tagen wurden mehrere hundert Proben von Wirtschaftsgeflügel und verendeten Tieren genommen, bevor sie geschlachtet wurden. In keinem Fall stießen die Wissenschaftler auf Viren mit den Subtypen H5 oder H8 des Influenza-A-Virus’.

Das Kreisveterinäramt hat dringend darum gebeten, dass Höfe, bei denen Verdachtsfälle auftreten, aus Tierseuchenschutzgründen nicht von unbefugten Dritten betreten werden. Menschen könnten das Virus unter den Vögeln weiterverbreiten, etwa über Schuhe oder Stiefel, an denen Vogelkot infizierter Tiere haftet.

Bei Fragen oder Hinweisen sei das Kreisveterinäramt zu den Geschäftszeiten über das Bürgertelefon (Tel. 04551/951211) zu erreichen. Außerhalb der Geschäftszeiten kann die Behörde über den Fund toter Vögel auch über die Rettungsleitstelle (112) informiert werden.

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