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Gasthof unterm Hammer

Seedorf-Kembs Gasthof unterm Hammer

Einer der bekanntesten ehemaligen Gasthöfe im Nordosten des Kreises Segeberg kommt unter den Hammer. Der Landgasthof Schramm in Seedorf-Kembs wird am Dienstag, 1. März, ab 11 Uhr im Amtsgericht Bad Segeberg zwangsversteigert.

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Schon Ende 2014 wurde der Betrieb in Schramm’s Gasthof in Seedorf-Kembs aufgegeben.

Quelle: Gerrit Sponholz

Seedorf. Der Verkehrswert wurde auf 221000 Euro angesetzt. Die Idee, eine Asylbewerberunterkunft daraus zu machen, wurde von der Gemeinde erwogen, dann aber verworfen.

 Damit wird wohl das letzte Kapitel in der langen Geschichte des Traditionslokals eröffnet. Schon Ende 2014 hatte Wirt Lars Schramm den Betrieb eingestellt. Er war Jahrzehnte in Familienhand. Warum er schließen musste, war damals unklar. Die Rede war von finanziellen Schwierigkeiten, familiären Belastungen und gesundheitlichen Problemen. Bekannt war der Landgasthof für Grünkohl- und Fischgerichte sowie als beliebter Ort für Vereine, um zu feiern.

 Eine Gutachterin, die sich für das Gericht bereits Ende 2014 dort umsah, zog ein ernüchterndes Fazit über den Zustand des Landgasthofes mit Saal-Anbau und den Stallungen: Es gebe einen Renovierungsstau. Stallungen und Überdachungen bezeichnete sie als „abgängig“. Küche, Elektroanlage und Heizkörper seien alt, es gebe Feuchtstellen und energetische Mängel, insgesamt sei vieles abgenutzt.

 Der Gasthof war um das Jahr 1900 errichtet worden und besitzt fünf Gästezimmer. Der Saal bietet 120 Sitzplätze. Die Nutz- und Wohnfläche ist 638 Quadratmeter groß. Das gesamte Gelände mit Acker und Grünland ist fast 35000 Quadratmeter groß. Es gibt auch einen Brunnen. Der liegt nach Angaben der Gutachterin wohl aber auf einem fremden Flurstück.

 Das Insolvenzverfahren war bereits im September 2014 eröffnet worden. Die Hamburger Rechtsanwältin Verena Vogt hat seitdem das Sagen. Warum die Zwangsversteigerung erst eineinhalb Jahre später angesetzt ist, wollte sie nicht kommentieren. Auch nicht, ob es bereits Interessenten gebe.

 Seedorfs Bürgermeister Gerd Lentföhr bedauert das Schicksal des Gasthofs. Das Ende sei absehbar gewesen, nachdem der Betrieb vor einem Jahr eingestellt worden war. Es sei in den politischen Gremien einst Thema gewesen, das Gebäude für Asylbewerber zu nutzen. „Wir haben uns dagegen entschieden“, sagt Lentföhr. Allein schon, weil es sehr abgelegen sei.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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