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Vielleicht doch kein Drehfunkfeuer

Seedorf Vielleicht doch kein Drehfunkfeuer

In die umstrittene Planung der Deutschen Flugsicherung (DFS) für ein großes Drehfunkfeuer zur Flugzeugnavigation ist Bewegung gekommen. Das bundeseigene Unternehmen wird möglicherweise auf den umstrittenen Bau in Seedorf verzichten. Die Entscheidung fällt im Sommer dieses Jahres.

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In Seedorf will die Deutsche Flugsicherung solch ein Drehfunkfeuer einrichten. Sie werden genutzt, um Flugzeuge zu leiten. Das Gerüst hat in der Regel einen Durchmesser von fast 14 Metern und ist mit rund 50 Antennen für UKW besetzt.

Quelle: Deutsche Flugsicherung

Seedorf. Grund sind technische Neuerungen. Denn möglicherweise setzt die Flugsicherung künftig mehr auf Steuerung per Satelliten.

Neues Konzept für Zivilluftfahrt

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO aus Montreal (Kanada) hat ein neues Konzept entwickelt, die „Performance Based Navigation“ (PBN). Hierbei werden die Flugzeuge nicht mehr in erster Linie mit bodengestützten Anlagen wie Drehfunkfeuern geleitet, sondern mit Hilfe von Satelliten.

Dies könnte nach Expertenmeinung die Flugrouten verkürzen und damit den Kerosinverbrauch der Flugzeuge senken. Außerdem könnten die Ab- und Anflüge flexibler gestaltet werden. So wäre es auch möglich, Wohngebieten besser zu umfliegen, was den Lärmschutz verbessert.

Entscheidung im Spätsommer

Die DFS überprüft deshalb bundesweit die bisherige Navigations-Infrastruktur. Im Spätsommer entscheidet sie, ob das neue Konzept PBN im Raum Hamburg/Lübeck/Kiel umgesetzt werden soll. Das letzte Wort hätte dann der Gesetzgeber, also der Bund.

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