19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Newcomerin will in den Landtag

Segeberg-Ost Newcomerin will in den Landtag

Die SPD schickt zur Landtagswahl 2017 im Wahlkreis Segeberg-Ost die Trappenkamperin Cordula Schultz ins Rennen. Mit einem beachtlichen Ergebnis für eine landespolitische Newcomerin stärkten die Sozialdemokraten der 51-jährigen Schultz als einziger Kandidatin den Rücken.

Voriger Artikel
So bleiben junge Leute gesund
Nächster Artikel
Murmann (CDU) tritt nicht an

Cordula Schultz ist Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis Segeberg-Ost bei der Landtagswahl 2017.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. Die Segeberger Kreis-SPD wechselt in den Wahlkampfmodus. Zehn Monate vor der Landtagswahl wählt sie ihre Direktkandidaten in den drei Wahlkreisen. Segeberg-Ost hat sich entschieden, am Donnerstag will sich Kreisvorsitzender Stefan Weber in Segeberg-West küren lassen, im September folgt die Personalentscheidung in Norderstedt. Die Direktbewerber wollen laut Weber dafür sorgen, „dass der Kreis Segeberg mit starker Stimme in Kiel vertreten ist“.

 36 von 57 möglichen Delegierten waren zu der Wahlkreiskonferenz in das Ihlsee-Restaurant in Bad Segeberg gekommen. Schultz erhielt 31 Ja- und 5 Neinstimmen.

 Einen deutlichen Schwerpunkt setzte sie in der Sozial- und Bildungspolitik. Beruflich ist sie oft in Kontakt mit Familien, die nach ihren Worten „oft in dritter und vierter Generation“ von Sozialhilfe oder Hartz IV leben müssen. „Wir müssen es schaffen, diese Endlosschleife zu durchbrechen“, verlangte Schultz. Die Kinder müssten eine Perspektive haben, kein Kind dürfe zurückgelassen werden. „So wie Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein darf, so darf die Herkunft niemals zum sozialen Schicksal von Kindern werden“, lautete ihre Kernforderung. Sollte es der SPD gelingen als „Anwalt unserer Nachbarn“ aufzutreten, hätten Populisten keine Chance. Sie wolle dafür „werben und kämpfen, dass wir mit einer starken SPD die Kieler Koalition fortsetzen und sozial gerechte Politik in einem wirtschaftlich starken und lebenswerten Schleswig-Holstein gestalten können“.

 Kurzer Beifall unterbrach ab und an die Bewerbungsrede, die Schultz wörtlich vom Blatt ablas. Die verheiratete Mutter zweier erwachsener Kinder leitet die Awo-Kindertagesstätte mit Familienzentrum „Pusteblume“ in ihrem Wohnort. Die Kreistagsabgeordnete gehört der Partei seit 1981 an.

 Als Aufmunterung empfand sie ihr Wahlergebnis. Kritisch und konstruktiv müsse die SPD klare Kante zeigen. Sie wolle alles tun, um den Wahlkreis direkt zu erobern. Auf dem SPD-Landesparteitag im November strebt sie eine Absicherung auf der Landesliste auf Platz 15 an. 22 Sitze hat die aktuelle SPD-Fraktion im Landeshaus.

 Weber bezeichnete Schultz als eine „tolle engagierte Kandidatin“: „Mit ihr schaffen wir das.“ Er sagte ihr die Unterstützung des Kreisverbandes zu. Ebenso wie Weber hatte stellvertretende Landesvorsitzende Christiane Küchenhof, Bürgermeisterin in Schenefeld, die Delegierten auf den Wahlkampf um die Stimmen am 7. Mai 2017 eingeschworen. Schleswig-Holstein stehe heute gut da, sei „besser und gerechter“ geworden, sagte Küchenhof. Weber trat der weit verbreiteten Meinung entgegen, Segeberg-Ost sei CDU-Land. Es sei an der Zeit, die Segeberger SPD in Kiel zu stärken. Weber: „Wir können das, wir wollen das, und wir machen das.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3