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Empörung bei Feuerwehrleuten

Segeberger ABC-Zug Empörung bei Feuerwehrleuten

Bei heiklen Einsätzen mit atomarem, biologischem und chemischem Gefahrgut ist der ABC-Zug des Kreisfeuerwehrverbandes zur Stelle. Zwölf Mal hatte die Spezialeinheit in diesem Jahr helfen müssen. In Alarmstimmung versetzt wurden die 62 Männer und vier Frauen auch während der Jahreshauptversammlung - ihre Truppe soll verkleinert werden.

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Der neue Vorstand des ABC-Zuges und die Geehrten: am Steuer Zugführer Christoph Bock, neben ihm sitzt Michael Ladiges. Vor dem Auto stehen (von links) Sebastian Dohrendorf, Daniel Sander, Rico Lodeiro, Marco Görtz, Björn Broers und Henning Harder.

Quelle: Patricia König

Kreis Segeberg. Kreiswehrführer Holger Gebauer aus Kaltenkirchen lobte in den Hallen des ABC-Zuges an der Kreisfeuerwehrzentrale Bad Segeberg zwar die Arbeit des ABC-Zuges, dessen Mitglieder zusätzliches Engagement neben ihrem Dienst in den Heimwehren leisteten. Er kündigte allerdings an, dass der ABC-Zug leider wegen Platzproblemen auf 60 Kameraden begrenzt werden müsse.

 Diese Aussage stieß auf allgemeines Unverständnis. Deutliche Worte fand der stellvertretende Amtswehrführer aus Leezen, Jens Finnern. „Das ist das falsche Signal!“, sagte er und erhielt Applaus von den Anwesenden. Es habe Zeiten gegeben, da sei er mit Kollegen zusammen von Wehr zu Wehr gezogen, um Kameraden für den ABC-Zug zu werben. Jetzt eine Obergrenze einzuführen, wegen Mangels an Spinden oder Parkplätzen, hält er für ganz falsch. „Wir sollten froh um jeden Kameraden sein, der sich hier noch zusätzlich ehrenamtlich engagiert.“ Finnern appellierte an Gebauer, dieses Vorhaben noch einmal zu überdenken.

 Die Mitgliederzahl der ABC-Truppe hatte sich zuletzt leicht erhöht. Aus persönlichen und beruflichen Gründen traten zwar sechs Kameraden aus. „Dafür fanden aber zehn neue Kameraden aus eigenem Antrieb den Weg zu uns“, freute sich Zugführer Christoph Bock aus Bad Segeberg.

 An zwölf Einsätze, darunter drei große, erinnerten Schriftwart Markus Breede aus Bad Segeberg und Zugführer Bock. So setzte der Löschzug Gefahrgut sein Fachwissen in Bad Segeberg ein, als im August ein Stückgut-Transporter auf der Bahnhofstraße Salzsäure aus Leck geschlagenen Fässern verlor. Nach Garbek rückte der ABC-Zug im März aus, als ein Bagger eine Gasleitung beschädigt hatte. Und in Leezen führte im September ein Defekt in der Kühlanlage der Firma Lactoprot dazu, dass Ammoniak austrat. Außerdem absolvierten die Mitglieder der Gefahrgut-Truppe zusammengerechnet rund 13500 Übungsstunden in diesem Jahr. Alle Mitglieder des ABC-Zuges leisteten auch Beistand, als sie sich als mögliche Stammzellenspender typisieren ließen, um einer erkrankten Frau zu helfen.

 Landrat Jan Peter Schröder stellte weitere Unterstützung des Kreises in Aussicht. Nächstes Jahr erhalte der Zug einen neuen Gerätewagen, kündigte er an. Und auch wenn mal ein U-Boot gebraucht würde, könnte man darüber reden, scherzte er.

 Neuer Schriftwart wurde Björn Broers (Borstel), Schatzmeister Henning Harder (Tarbek). Geehrt wurden Sebastian Dohrendorf (Borstel), ABC-Gerätewart Marco Görtz (Groß Niendorf) und Harder für 10 Jahre Arbeit im ABC-Zug. Rico Lodeiro (Rickling) wurde zum Gruppenführer ernannt, Daniel Sander (Wahlstedt) zum Stellvertreter.

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