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Widerstand gegen große Gruppen

Kindergärten Widerstand gegen große Gruppen

Die Zuwanderung von Asylbewerbern erreicht jetzt auch die Kindergärten. Wie die wiedergewählte Vorsitzende der Kreiselternvertretung der Kindertagesstätten Birthe Nohrden aus Boostedt berichtet, arbeitet das Land an neuen Lösungen für Kinderbetreuungseinrichtungen - zum Beispiel größere Gruppen.

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Vertritt 11 000 Elternpaare von Kindern in Kindergärten, Krippen und Horten: Birthe Nohrden aus Boostedt wurde als Vorsitzende der Kita-Kreiselternvertretung wiedergewählt.

Quelle: privat

Kreis Segeberg. Landesweit müssten viele Flüchtlingskinder betreut werden. Erlaubt seien nach Nohrdens Angaben derzeit in Kindergärten derzeit Gruppengrößen von 20 Jungen und Mädchen, in Ausnahmefällen 22, in Extremfällen sogar 23. Das Land wolle die Gruppengröße auf 25 anheben. „Wir werden uns dagegen wehren“, sagt Nohrden, die formal für die Eltern von 11000 Kindern in Kitas, Krippen und Horten spricht.

 Sie betont, die Bedenken hätten nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. „Wir sind für die Integration von Flüchtlingskindern und sehen sie auch gerne in unseren Kindergarten-Gruppen. Aber wir möchten nicht, dass die Qualität der Betreuung für unsere Kinder darunter leidet. Es muss etwa Zeit für das Vorschulprogramm bleiben, Ausflüge, Turnen, Basteln, individuelle Betreuung und Begleitung jedes Kindes. Und die Aufgaben müssen auch den Erziehern zumutbar sein. Dazu kommen Räume und Ausstattung, die für 25 Kinder gar nicht ausgerichtet sind.“ Außerdem müssten die Erzieher die nötige Ausbildung haben, um mit traumatisierten Kindern umzugehen, von sprachlichen Barrieren ganz zu schweigen.

 Auch für einen Rechtsanspruch von Eltern, ihre Kinder in Horten unterbringen zu können, will die Elternvertretung kämpfen, sagte Nohrden nach einer Kreisversammlung in der Jugendakademie in Bad Segeberg. Bekannter machen bei Eltern und Kitas will sich der Kreisverband. Ferner wünschen sich die Eltern, dass bei gravierenden Veränderungen durch die Kita-Leiter die Väter und Mütter besser eingebunden würden.

 In die Jugendhilfeausschüsse des Kreises und Norderstedts wurden Delegierte entsandt. 2. Vorsitzende wurde Nicole Specht-Cornehls aus Schmalensee. Vernetzt ist die Elternvertretung über Facebook unter „kev segeberg“.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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