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Ende nach 74 Veranstaltungen

SE-Kulturtage Ende nach 74 Veranstaltungen

Nach 74 Veranstaltungen an 21 Orten sind die dritten Segeberger Kulturtage zu Ende gegangen. Zum Abschluss las der SPD-Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes vor 50 Zuhörern in der Trappenkamper Erlebnisschmiede Texte von Kurt Tucholsky. Klarinettist Felix Stolzberg gestaltete den musikalischen Rahmen.

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Untermalt von Klezmer-Musik des Klarinettisten Felix Stolzenberg (links) rezitierte Franz Thönnes in der Trappenkamper Erlebnisschmiede anlässlich der Segeberger Kulturtage Texte von Kurt Tucholsky.

Quelle: Harald Becker

Kreis Segeberg. Die Schmiede gehört ebenso wie der Kunsthof Weide in Bimöhlen zu den besonderen Orten, an denen die Organisatoren Kultur erlebbar machen wollten. „Der Kreis braucht ein gemeinsames Kulturprojekt“, betonte Besitzerin Bettina Malinowski, die erstmals an den SE-Kulturtagen teilnahm.

 Wie viele Leute insgesamt sich zu den Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und Aufführungen locken ließen, hat der Verein für Jugend und Kultur noch nicht zusammengetragen. Er richtet seit drei Jahren mit finanzieller Unterstützung des Kreises Segeberg und einiger Sponsoren die Kulturreihe aus.

 Die Ausgabe 2016 bezeichnet VJKA-Geschäftsführer Martin Karolczak als „positiv, aber noch optimierbar“. Jetzt beginnen beim VJKA die Vorbereitungen für 2017, bis 2019 sind die SE-Kulturtage finanziell und organisatorisch gesichert.

 Einige Werke Tucholskys „geben auch heute noch treffenden Anlass zum Nachdenken“, klärte Thönnes über das Werk des „linken Schriftstellers der Arbeiterbewegung“ auf, wie er ihn nannte. Die ausgewählten Texte des scharfzüngigen Literaten und Satirikers Kurt Tucholsky (1890-1935) setzten sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Menschen auseinander. Tucholsky sei seiner Zeit weit voraus gewesen, meinte Thönnes. So habe Tucholsky schon damals davon gesprochen, dass Kriege zu verurteilen seien, das Kämpfen um Argumente jedoch erlaubt und gewollt sei. Auch sei Heimatliebe jenseits der Politik nicht zu verurteilen. Nur zum „Deutschland über alles“ dürfe das nicht führen.

 Die Klezmer-Musik des 23-jährigen Felix Stolzenberg aus Hamburg auf der Klarinette sorgte für den musikalischen Rahmen. „Die Auftritte machen mir großen Spaß und ermöglichen, in künstlerischer Form auf politische Entwicklungen einzugehen“, sagte Franz Thönnes. Mit lang anhaltenden Applaus wurden die Darbietungen belohnt. Zum diesjährigen Motto der Kulturtage „Blickwinkel – Kultur aus unterschiedlichen Sichtweisen“ passte Tucholsky also perfekt.

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