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Kampf gegen Plastikmüll

Seniorenbeirat Bad Segeberg Kampf gegen Plastikmüll

Unter dem Stichwort „Plastik ’raus aus Segeberg“ hat der Seniorenbeirat der Stadt Bad Segeberg dem Müll den Kampf angesagt. Kompetente Partner wie der Wege-Zweckverband sind mit im Boot. Die Initiative wird auf dem Wochenmarkt am Sonnabend, 21. November, ab 9 Uhr vorgestellt.

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Schülerin Kira Hartwig (rechts) vom Kinder- und Jugendbeirat der Stadt sowie Jörn-Peter Dau und Erwin Mesa vom Seniorenbeirat sind gemeinsam mit Aila Zentel, die beim WZV ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert, und weiteren Mitstreitern beteiligt am öffentlichen Kampf zur Müllvermeidung.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Bad Segeberg. Jahr für Jahr richtet der ehrenamtliche Seniorenbeirat sein Augenmerk auf ein besonderes Schwerpunkt-Thema und startet dazu eine auffällige, öffentlichkeitswirksame Aktion. Waren es im Vorjahr Aktionen mit hiesigen Schulen, wie Vorsitzende Karin Am Wege im Bürgersaal des Rathauses bei der Vorstellung des neuen Vorhabens in Erinnerung rief, so widmet sich das Gremium dieses Mal dem Anliegen der Müllvermeidung – unter dem Stichwort „Plastik ’raus aus Segeberg“.

 Dazu hat sich der Beirat wieder kompetente Partner mit ins Boot geholt. So werden die Aktivitäten unterstützt vom Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) unter Leitung des Verbandsvorstehers Jens Kretschmer und vom Martin-Meiners-Förderverein für Jugend- und Umweltprojekte unter Führung des Kreis-Naturschutzbeauftragten Hans-Peter Sager. Benannt ist dieser Verein nach dem verstorbenen langjährigen Vorsteher der WZV-Verbandsversammlung aus Rickling. Erstmals hat sich neben den Initiatoren vom Seniorenbeirat auch der im Sommer neu gewählte Kinder- und Jugendbeirat der Stadt eingebracht.

 Dessen bisherige Vorsitzende Helena Mercedes hatte mit ihren Mitstreitern Ideen für eine anschauliche Gestaltung des Themas entwickelt und als deutlich sichtbares Symbol auch einen großen, durchsichtigen Plastik-Fisch mit ausschließlich Plastikmüll als Inhalt gebastelt. Die Fragestellung dazu an die Öffentlichkeit in Anspielung auf die fortschreitende Verschmutzung der Meere durch Plastik-Abfall, der auch in Fischmägen landet: „Möchten Sie so einen Fisch wirklich essen?“ Damit solle mehr Problembewusstsein geweckt werden durch den sichtbaren Appell an Verursacher der Meeresverschmutzung, erläuterte die im Sommer erstmals in den Kinder- und Jugendbeirat gewählte Schülerin Kira Hartwig bei der Vorstellung des Programms. Unterstützt wird das Projekt nach Angaben Kretschmers auch durch den deutschlandweit tätigen Verband kommunaler Unternehmen.

 Es ist eingebunden in die europäische Woche zur Abfallvermeidung in der Zeit vom 21. bis zum 29. November, erklärte Seniorenbeirats-Vorsitzende Am Wege. Sie und die anderen Teilnehmer der Präsentation betonten, dass die aktuelle Aktion nicht etwa mit mahnend erhobenem Zeigefinger vorgenommen werden solle. „Sondern wir wollen kreativ auf die Bürger zugehen und sie beteiligen“, beschrieb sie das gemeinsame Konzept.

 Dazu war vorab ein Ideen-Wettbewerb ausgeschrieben worden, um einen passgenauen, zündenden Slogan für Bad Segeberg als Plastiktüten-freie Zone zu finden. Bis zum Einsendeschluss sind nach Angaben der Ausrichter allein per Briefpost 33 Vorschläge eingegangen, dazu nach bisheriger Sichtung mindestens 22 weitere per E-Mail. Die Ideen sollen bei einer großen Auftakt-Veranstaltung am Sonnabend, 21. November, ab 9 Uhr auf dem Wochenmarkt vorgestellt werden. Wer möchte kann dort auch je fünf Plastiktüten gegen eine umweltfreundliche Jute-Tasche tauschen. Per Abstimmung sollen die Wochenmarkt-Besucher die besten drei Vorschläge auswählen. Deren Einsender erhalten vom Seniorenbeirat ein kleines Präsent als Anerkennung. Bekanntgegeben werden die Sieger dann am Donnerstag, 26. November, im Rahmen der Vorstellung des Films „Plastik-Planet“ ab 17 Uhr im Rathaus-Bürgersaal. Dort beteiligt sich auch die Stadtbücherei mit einem Büchertisch zum Thema Plastik im Meer.

 Die Tüten-Tauschaktion wird die ganze Veranstaltungswoche hindurch bis zum 29. November auch auf allen Recycling-Höfen des WZV angeboten. „Der Verband ist ja auch gesetzlich verpflichtet, zur Abfallvermeidung beizutragen“, betonte Kretschmer. Aktiv begleitet wird das Programm ab Montag, 23. November, vier Tage lang durch die WZV-Praktikantin Aila Zentel mit Besuchen in Grundschulen zur Aufklärung über die schädlichen Folgen der Verbreitung von Plastik und über Plastik-Recycling. Bisher haben sich schon die Grundschulen in Neuengörs und Rickling zum Mitmachen angemeldet, zwei weitere können noch hinzustoßen.

 Melden können sich auch noch weitere Geschäftsleute für eine Sonderaktion bei Bettina Kramer vom WZV (04551/909156). Bad Segeberger Geschäfte sollen von Kunden jeweils 20 Cent pro ausgegebener Plastiktüte sammeln. Das Geld soll als freiwillige Spende für die Umwelt-Aktion von Fischern und dem NABU gegen die Vermüllung von Nord- und Ostsee unter dem Titel „Fishing for litter“ weitergereicht werden. Bislang hätten sich gut 20 Betriebe zum Mitmachen bereitgefunden, berichtete Ute Zastrow vom Senioren-Beirat.

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