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Die Schulen haben eine Zukunft

Seth / Nahe Die Schulen haben eine Zukunft

An den Gerüchten über Schließungen der Schulstandorte Seth und Nahe ist nichts dran. Sie führten in den letzten Wochen zu Irritationen bei den Eltern. Der Schulverband Itzstedt hat sich nun vorgenommen, die Kommunikation zu verbessern.

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Die Anbaupläne für den Schulstandort Seth präsentierten Bürgermeisterin Maren Storjohann (links), Schulverbandsvorsteher Freerk Fischer und Angelika Wendt, Konrektorin an der Sether Grundschule.

Quelle: Harald Becker

Amt Itzstedt. „Tue Gutes und sprich darüber: Dieses Motto haben wir nicht immer beherzigt. Wir wollen jetzt für Klarheit sorgen“, betonte Freerk Fischer (Itzstedt), Vorsteher des Schulverbands Itzstedt. Dem Schulverband gehören die Gemeinden Itzstedt, Kayhude, Nahe, Seth und Sülfeld an. Er investiert 2 Millionen Euro in seine Schulstandorte in Seth und Nahe. Für die Schule in Sülfeld sind derzeit keine weiteren An- und Umbauten geplant. „Alle drei Schulstandorte sind in ihrem Bestand gesichert. An den Gerüchten über Standortschließungen ist also nichts dran. Im Gegenteil. Wir wollen die Schulen zukunftssicher machen“, erklärte Fischer, als er gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Maren Storjohann (Bürgermeisterin von Seth) und Angelika Wendt (Konrektorin der Sether Grundschule) Bauvorhaben am Schulgebäude in Seth vorstellte.

 „Wir wissen nicht, woher die Gerüchte über Schließungen immer kommen“, ergänzte Angelika Wendt. Das Gerede verunsichere die Eltern und erleichtere den Schulen nicht gerade die Arbeit.

 Derzeit besuchen in Seth 179 Kinder die Schule. Diese Zahl bleibt auch im nächsten Jahr konstant, sodass die Zweizügigkeit - zwei Klassen je Jahrgang - sichergestellt ist, ebenso in der Grundschule in Nahe mit 196 Kindern.

 Nach monatelanger Planung liegt seit einigen Tagen die Genehmigung für die Baumaßnahmen am Sether Schulgebäude vor. Erste Bäume sind schon gefällt worden, wodurch ein Anbau am südlichen Gebäudetrakt ermöglicht wird. Dort soll die Betreute Grundschule (BGS) ihre neue Heimat finden. „Die bisherigen Räume sind einfach zu klein geworden, denn die Zahl der zu betreuenden Kinder hat sich innerhalb von drei Jahren auf 70 Schüler fast verdoppelt“, sagte Maren Storjohann. Die bisher durch die BGS genutzten Räume werden wieder zu Klassenzimmern.. Im Anbau, der rund 800000 Euro kosten wird, entsteht ein großer Speisesaal. Außerdem werden ein Büro, ein Krankenzimmer, Sanitäranlagen und ein Lagerraum neu geschaffen sowie zwei angrenzende Klassenräume zu Gruppenräumen umgestaltet. „Die dazu notwendigen Aufträge, beginnend mit den Erd- und Fundamentarbeiten, werden wir während der Verbandsversammlung am 17. Dezember vergeben“, erläuterte Freerk Fischer die nächsten Schritte.

 Die Betreute Grundschule in Nahe, die momentan knapp 100 Schüler beherbergt, wird um einen Anbau von insgesamt 300 Quadratmetern erweitert. Dort entstehen ein Aufenthaltsraum, ein Bastelraum, ein Werkraum und kindgerechte WC-Anlagen. „Die von der Betreuten Grundschule bisher belegten Räume werden zukünftig wieder als Fachräume für Musik und Kunst zu nutzen sein“, erläuterte Fischer. Die neuen Investitionen in Nahe schlagen mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche.

 Um die Bauvorhaben an den beiden Schulen finanziell bewerkstelligen zu können, müssen Darlehen aufgenommen werden.

 Mit der Gemeinschaftsschule an den Schulstandorten Nahe und Sülfeld (5. bis 10. Schuljahr) hat der Schulverband eine weitere Baustelle - wenn auch im übertragenen Sinn - zu bearbeiten. Die Schule war ehemals vierzügig, aufgeteilt auf je zwei Klassen in Nahe und Sülfeld. Aktuell reicht die Schülerzahl (28 in Nahe und 20 in Sülfeld) aber im fünften Jahrgang nur noch zu zwei Klassen. Laut Fischer muss jetzt analysiert werden, woran das liegt. Auch eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit sei notwendig. „Besonders der Kontakt zu den Eltern muss rechtzeitig intensiviert werden. Die Schule in Seth ist dabei vorbildhaft“, sagte Fischer. Jeder Schüler, der woanders in Schule geht, koste die Gemeinden Geld, betonte er – wegen der Ausgleichszahlungen an andere Schulverbände.

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