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Sönke Pahl ist Gildekönig

Bad Segeberg Sönke Pahl ist Gildekönig

Den richtigen Riecher hatten 68 Teilnehmer beim Königslotto der Stadtvogelschützengilde: Sie tippten auf Sönke Pahl als neue Majestät beim Großen Vogelschießen. Der 55-jährige Gildemajor wurde nach dem Königsschießen feierlich als Regent vorgestellt.

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Auf dem Gildegelände am Kühneweg rummste auch die Kanone.

Bad Segeberg. Für seine Königswürde sorgte am Sonnabend um 18.22 Uhr Gildeoberst Friedrich W. Cochanski mit dem 2430. Schuss. Cochanski holte das letzte kleine Schwanzteil des hölzernen Vogels herunter, den wie in den Vorjahren Schützenmeister Matthias Harloff angefertigt hatte. Cochanski hatte beim Stutzenclub-Abend – gerade mal 48 Stunden vor seinem Treffer – zum ersten Mal nach 20 Jahren wieder ein Gewehr in der Hand gehabt. Cochanski, dessen Partnerin Nicole Buchert sich ebenfalls freute, erhielt vom I. Ältermann Detlef Kuhnke einen silbernen Wanderpokal überreicht. Auf Cochanski hatten beim Königslotto mit 27 Stimmen die zweitmeisten Teilnehmer getippt.

 Der bisherige König Jörg David, dem von vielen Rednern ein tolles Regentschaftsjahr bescheinigt wurde, musste sich nach seinem Amtsjahr von der rund viereinhalb Pfund schweren Königskette trennen. Auch Nachfolger Pahl sprach von „großen Fußstapfen“. „Ich werde versuchen, ihm nachzueifern“, versprach Pahl an der Seite von seiner „Königin“ Sabine.

 Begonnen hatte das dreitägige Fest, das gestern bei Sonnenschein auf dem Vereinsgelände mit einem Brunch ausklang, am Freitagabend mit dem Aufbringen des Vogels und der anschließenden Beförderung verdienter Gildebrüder. Neben denjenigen, die von der Segeberger Zeitung bereits in der Sonnabend-Ausgabe vorgestellt wurden, wurden noch fünf weitere Mitglieder geehrt. Den höchsten Dienstrang mit der Oberst-Würde erreichten Franz Schweiger, Günther David, Andreas Gellink und Volker Sprick. Zum Leutnant wurde der aus Seedorf stammende Gastronom Lutz Frank ernannt, der erst am Abend zuvor beim Arbeitseinsatz auf dem Vereinsgelände zum Eintritt als 169. Mitglied hatte bewegt werden können.

 Der Festtag am Sonnabend begann wie gewohnt um 9 Uhr auf dem ZOB mit dem Abmarsch von rund 60 Gildebrüdern und auswärtigen Gästen in Begleitung des Feuerwehr-Musikzuges aus Henstedt-Ulzburg und des Spielmannszugs Traventhal. Auf dem Weg zum Gildeheim reihten sich am Rathaus die zahlreichen Ehrengäste in die Formation ein. Nach mehreren Zwischenstationen und hochprozentiger Stärkung ließen es die schon am Rathaus tätig gewordenen Böllerschützen der Gilde erneut mächtig krachen.

 Beim Königsfrühstück im Gildeheim servierte Wirtin Christiane Heller mit ihrem Team traditionsgemäß wieder Sauerfleisch mit Bratkartoffeln. Der scheidende König David reihte sein gerahmtes Porträt-Foto in die Bilderleiste seiner Vorgänger ein.

 Gegen 12 Uhr begann das Zielen auf den hölzernen Vogel auf dem Gerüst, zunächst wie üblich nur den Ehrengästen vorbehalten. Es galt, dem Holztier die am seidenen Faden befestigte Zitrone aus dem Schnabel zu schießen. Sieben Ehrengäste versuchten sich darin, aber erst beim sechsten Durchgang klappte es, die schon arg zerschossene saure Frucht herunterzuholen. Mit dem 47. Schuss gelang Peter Krönert der entscheidende Treffer. Der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Segeberg und zugleich Präsident des Norddeutschen Schützenbundes ließ sich nicht lumpen: Er biss herzhaft in die verbliebenen Zitronen-Reste und zückte auch brav seine Geldbörse, um der Gildekasse pflichtgemäß eine namhafte Spende zukommen zu lassen. Anschließend ging es dem Vogel dann endgültig an die hölzernen Federn. des

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