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Auflösung wurde abgewendet

Sozialverband in Bad Segeberg Auflösung wurde abgewendet

Nach gut anderthalb Stunden war die drohende Auflösung des Sozialverbandes in Bad Segeberg abgewendet. Der Ortsverband, mit seinen 1375 Mitgliedern der größte im gesamten Kreis, hat nun doch einen neuen Vorstand.

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Nach knapp zwei Stunden hatte der Ortsverband Bad Segeberg im Sozialverband Deutschland einen neuen Vorstand (von links): Beisitzerin Karin Weimar, Beisitzer Gerald Mertens, Beisitzer Heinz-Herbert Weimar, Vorsitzende Kirsten Grundmann, Schatzmeister Gerd Oldenburg, Schriftführerin und Frauenvertreterin Melissa Bässmann und stellvertretender Vorsitzender Hermann E. Westphal.

Bad Segeberg. Lange schien es so, als würden auch beim zweiten Anlauf sämtliche Appelle an die Mitglieder wirkungslos verhallen. „Setzen Sie nicht dessen Existenz aufs Spiel!“, hatte der Ehrenvorsitzende des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) im Kreis Segeberg, der Fahrenkruger Heino Woizick, während der außerordentlichen Jahreshauptversammlung im Schützenhof gemahnt. Es gehe darum, einen funktionsfähigen Vorstand zu besetzen und die gute Arbeit des Ortsverbandes fortzuführen.

 Kirsten Grundmann erklärte sich schließlich bereit, für den Vorsitz zu kandidieren. Die Bad Segebergerin wurde einstimmig gewählt. „Ich würde es schade finden, wenn es zur Auflösung kommt“, hatte die 53-Jährige kurz vor der Abstimmung gesagt. Dem Beispiel der Verwaltungsangestellten bei der AOK, die außerdem die Rheumaliga in ihrer Heimatstadt aufgebaut hat, folgten Hermann E. Westphal, der zum stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt wurde, Gerd Oldenburg, der das Amt des Schatzmeisters übernimmt, und Melissa Bässmann, die zusätzlich zur Aufgabe der Frauenvertreterin nun auch Schriftführerin ist. Dazu kommen Karin und Heinz-Herbert Weimar sowie Gerald Mertens als Beisitzer.

 Die Krise hatte damit begonnen, dass die Ablösung des bisherigen Vorstandes unter Leitung von Hans-Joachim Jaszinsky bei der ersten Mitgliederversammlung an gleicher Stelle am 21. Februar gescheitert war. Maßgeblicher Anteil am nun doch guten Ende kommt einer Delegation von Vertretern des Sozialverbandes auf Landes und Kreisebene zu. Neben Woizick waren die Kreisvorsitzende Marlies Ihrens aus Wahlstedt und der Vorsitzende des sozialpolitischen Ausschusses im Landesverband, Wolfgang Schneider, erschienen, der außerdem Bürgermeister in Preetz ist und im Juni den Landesvorsitz von Sven Picker übernehmen soll.

 Woizick wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Organisation auf Kreisebene hin. Bei über 1200 Anträgen und Widersprüchen konnten 2014 rund 524000 Euro für die Mitglieder gewonnen werden. Die Ortsverbände würden als Basis im Streit für soziale Gerechtigkeit gebraucht, betonte er. Angesichts komplizierter Sozialgesetze seien die Menschen auf Unterstützung angewiesen, meinte auch Schneider, denn Eingaben würden oft schon wegen Formfehlern abgelehnt. Für diese Beratung stehe auch der Sachverstand in den Geschäftsstellen. Dazu kämen 4000 Ehrenamtler des Sozialverbandes allein in Schleswig-Holstein, die den Mitgliedern die Teilnahme an einem umfangreichen Angebot von Veranstaltungen ermöglichen.

 Der zum Wahlleiter gewählte Schneider versprach, persönlich einem neuen Vorstand in Bad Segeberg alles Nötige für dessen Arbeit zu erklären. Dabei geht es zunächst nur um die nächsten beiden Jahre. Denn laut Woizick steht Rolf Wunderlich, der gegenwärtig noch in Berlin arbeitet, aber in Bad Segeberg wohnt, ab November 2016 für das Amt des Vorsitzenden bereit.

 Die neue Vorsitzende Kirsten Grundmann meldete zunächst Interesse am Stellvertreter-Posten an. Damit kam Schwung in die Versammlung: Der 61-jährige Oldenburg hat Erfahrung mit der Kassenführung, unter anderem beim MTV Segeberg und im Bootsverein, und traute sich die Aufgabe zu. Es folgten weitere Bewerber. Nur für den Posten des Vorsitzenden gab es zunächst betretenes Wegschauen. Kreis-Schatzmeister Gerhard Böttger forderte in dieser Situation zehn Minuten Bedenkzeit - und Grundmann nutzte sie: Sie sprach Hermann E. Westphal an, Parteikollege in der FDP und Stadtvertreter in Bad Segeberg. „Ich war bereit mitzumachen, bevor es endgültig in die Grütze geht“, erklärte er seine Motivation, den Posten eines stellvertretenden Vorsitzenden zu übernehmen, woraufhin Kirsten Grundmann auf den Vorsitz vorrückte.

 Nach den Wahlen zeigte sich Erleichterung im Plenum. Landesverbandsvertreter Schneider und Ex-Vorsitzender Jaszinsky versprachen den neuen Verantwortlichen, sie nach Kräften zu unterstützen.

 Jaszinsky hatte mit seinem Stellvertreter Berndt Schneider am Anfang der Versammlung noch die freudige Aufgabe gehabt, langjährige Mitglieder des Segeberger Sozialverbandes zu ehren. Gerhard Böttger bekam Urkunde und Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft, Margitta Alpen eine Urkunde für 20 Jahre Mitgliedschaft und Angelika und Peter Machus Nadel und Urkunde für jeweils 10 Jahre Mitgliedschaft.

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