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Kunst auf dem Trafo-Häuschen

Sprayer verschönern Segeberger Gemeinden Kunst auf dem Trafo-Häuschen

Mit dem Frühling kommen die Farben in den Kreis Segeberg. Das gilt nicht nur für die Natur. Bunt strahlen selbst triste Betonklötze. Die Schleswig-Holstein Netz AG hat einigen Gemeinden die Möglichkeit eingeräumt, die Trafostationen in ihren Orten künstlerisch gestalten zu lassen.

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Der Potsdamer Farbkünstler Daniel Siering bereitet das Motiv auf der Trafostation in Schmalensee vor. Im Auftrag der SH Netz AG besprüht er gemeinsam mit einem Kollegen derzeit Stromkästen im Segeberger Kreisgebiet.

Quelle: Christian Detlof

Kreis Segeberg. Seit gestern sind Mitarbeiter der Firma Art-EFX im Kreis Segeberg unterwegs, um Farbe auf die sonst tristen, grünen Betonklötze zu bringen. Angefangen haben Daniel Siering und Hendrik Unterwedde in Schmalensee, wo schwarzbunte Rinder, Knicks und Wasser auf die Ortsnetzstation gesprüht wurden. Auch ein alter, noch mit Heu beladener Anhänger, ist Teil des umlaufenden Motivs, das zur Ortsdurchfahrt hin mit dem Gemeindewappen grüßt.

 Die gestalterischen Wünsche kamen aus den Reihen der Gemeindevertretung, die von der SH Netz AG beauftragte Potsdamer Firma art-EFX kümmert sich um die Ausführung. Für das Motiv hatte sie Vorschläge unterbreitet, von denen einer am besten ankam. „Die Darstellung extensiver Landwirtschaft mit typischen Landschaftsszenen unseres Dorfes ist wirklich gelungen“, lobte Bürgermeister Sönke Siebke.

 Für Daniel Siering ist wichtig, dass auch künstlerisch alles zusammen passt. „Mitunter gibt es zu viele Wünsche für die begrenzte Fläche. Dann müssen es halt mal vier verschieden gestaltete Seiten sein, aber im umlaufenden Motiv steckt mehr Harmonie.“ Während sich Siering um Unter- und Hintergründe kümmert, macht sich sein Kollege Unterwedde an die Details. Nur selten kommt ein Lineal ins Spiel, der gelernte Tischler Siering und der langjährige Gartenbauer Unterwedde, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, nutzen verschieden starke Sprühköpfe, um ihre Linien zu ziehen oder Flächen zu gestalten.

 Für Olaf Römhild von der SH Netz AG, die seit 2009 rund 330 Stationen im Land und davon über 20 im Kreis Segeberg auf diese Weise hat gestalten lassen, ist das professionelle Besprühen ein Erfolg für alle Beteiligten. „Die Gemeinden können auf ihr Innenleben hinweisen, Einwohner und Besucher gleichermaßen ansprechen. Zudem ist da aber noch der präventive Charakter der Motive: Eine Ortsnetzstation, die so besprüht wurde, wird nur sehr selten mit der üblichen Graffiti verunstaltet.“

 Noch bis Donnerstag, 7. Mai, sind die Potsdamer Farbkünstler im Kreis Segeberg zu sehen. Wenn das Wetter mitspielt, geht es heute an eine Gasdruckregelanlage in Groß Kummerfeld (Birkenallee), am Mittwoch nach Fredesdorf in die Hauptstraße, und am Donnerstag nach Bebensee, wo eine Station an der Badestelle besprüht werden soll.

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Ein Artikel von
Christian Detlof
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