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Neues Gesicht für die Kirche

St. Jürgen in Seedorf Neues Gesicht für die Kirche

Ein neues Gesicht soll die Kirche im Ort Schlamersdorf (Gemeinde Seedorf) bekommen. Wie könnten die zehn Kirchenfenster im Hauptschiff künstlerisch gestaltet werden und soll das Georgs-Fenster auch erneuert werden? Das waren zentrale Fragen, mit denen sich ein Kreis von rund 60 Interessierten vor Ort befasste.

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Die Künstler Marie-Luise Dähne (v. r.), Lukas Derow, Jürgen Drewer, Günter Grohs und Thomas Kuzio sehen sich in der Seedorfer Kirche um.

Quelle: Patricia König

Seedorf. Außerdem ging es auch um die Holzgalerie und die Frage, ob sie tiefer gesetzt werden kann. „Sie können alles vorschlagen“, erklärte der Organisator des künstlerischen Wettbewerbsverfahrens, Dr. Heiko Seidel vom Landeskirchenamt. Denn das Projekt betreffe den gesamten Raum der St.-Jürgen-Kirche. Was umgesetzt werde, hänge vom Geld und dem Kirchengemeinderat ab. Der hatte einst 90000 Euro für die Erneuerung der Fenster in den Haushalt eingestellt. „Nun kommen noch die Honorare der Künstler dazu“, sagte Peter Stoltenberg vom Kirchenrat. Aber dafür werde die Neugestaltung etwas Besonderes und Bleibendes, auch für die nächste Generation.

 Auf Einladung des Kirchengemeinderates, des Kirchenkreises Plön-Segeberg und des Landeskirchenbauamts aus Kiel waren fünf ausgewählte Glaskünstler aus Deutschland in die Kirche gekommen, die später ihre Wettbewerbskonzepte vorlegen: Marie-Luise Dähne (Berlin), Lukas Derow (Stuttgart), Jürgen Drewer (Nettetal), Günter Grohs (Wernigerode) und Thomas Kuzio (Sommersdorf).

 Zur Erörterung über die Neuverglasung der abgängigen Fenster hatten sich aber auch Vertreter des Kirchenrates, der Gemeindevertretung, Seedorfer Bürger und andere Interessierte eingefunden.

 Dr. Heiko Seidel von der Bau- und Denkmalpflege des Kirchenamtes leitete die Diskussion und beantwortete die Fragen der Künstler. Diese waren alle zum ersten Mal in der Kirche und sammelten zunächst ihre Eindrücke.

 Dem Quintett war schnell klar, dass das Georgs-Fenster aus den 1980ern ein strittiger Punkt in der Gemeinde ist, weil manche es erhalten wollen, andere nicht. Es gilt künstlerisch nicht als besonders wertvoll. „Ich werde aber auf jeden Fall die Rosette mit in mein Konzept zur Neugestaltung aufnehmen“, erklärte Thomas Kuzio.

 Seidel forderte, dass es durch die Neugestaltung auf keinen Fall zu einer Verdunkelung der Kirche kommen solle. „Damit ist klar, dass wir nicht mit kräftigen Farben arbeiten können“, sagte Marie-Luise Dähne. Ob die Galerie abgesenkt werden kann, ist unklar. „Ich kann mich noch daran erinnern, dass sie früher tiefer hing“, sagte Bernd Schwien. Das würde die Fenster besser zur Geltung bringen.

 Für die Überplanung haben die Künstler nur acht Wochen Zeit, gab Marie-Luise Dähne zu bedenken. Mit Zustimmung der anderen Verantwortlichen gewährte Seidel dann doch noch eine Woche Verlängerung. Die Entwürfe müssen bis 4. Juli anonym abgegeben werden. Das Preisgericht aus Architekten, Sachgutachtern, Pastor Thomas Meyer, Bürgermeister Gerd Lentföhr, Kirchenratsmitgliedern, Gemeindevertretern und Bürgern werden dem Kirchengemeinderat einen Vorschlag unterbreiten.

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