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Flüchtlingsheim in verbesserter Qualität

Bad Segeberg Flüchtlingsheim in verbesserter Qualität

Die Flüchtlings-Unterkunft in der Südstadt soll für die Bewohner etwas bequemer werden, als sie unbedingt müsste. Wie Bürgermeister Dieter Schönfeld am Donnerstag erklärte, soll das geplante Wohnhaus an der Theodor-Storm-Straße entgegen ersten Planungen mit zusätzlichen Küchen und einem Keller ausgestattet werden. Das helfe gegen den Lagerkoller.

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Bad Segeberg setzt beim Bau von Flüchtlingsunterkünften auf Lösungen, die von der Qualität her eine erhöhte Akzeptanz bei den Bewohnern erzielen sollen. Dieses Wohnhaus soll in knapp einem Jahr auf einem ungenutzten Grundstück an der Theodor-Storm-Straße stehen. Bauherr ist die Wankendorfer Baugenossenschaft. Die Stadt mietet das Gebäude für die Dauer von fünf Jahren an.

Bad Segeberg. Bauträger ist die Wankendorfer Baugenossenschaft, die rund 1,9 Millionen Euro in das Haus investiert. Das Gebäude auf der 1230 Quadratmeter großen Brachfläche wird dreigeschossig mit zwei Seitenflügeln mit Satteldach und Mittelbau. Die Stadt, die zur Aufnahme weiterer Flüchtlinge verpflichtet ist, mietet das Haus zunächst bis 2020 für jährlich 53500 Euro an.

 Eine Option auf weitere fünf Jahre ist vereinbart, da noch nicht absehbar ist, wie lange die Flächen für Flüchtlinge benötigt werden. Sobald dies nicht mehr der Fall ist, wird das Gebäude für rund 265000 Euro zu altengerechtem Wohnraum umgerüstet. Unter anderem sind der Einbau eines Fahrstuhls und von Balkonen vorgesehen. Dieses Konzept nennt sich „Kieler Modell“. Bad Segeberg ist laut Schönfeld die erste Stadt, die diese Idee des Architektenbüros Zastrow und Zastrow umsetzt.

 Statt 72 Bewohnern sollen nun „nur“ 58 einziehen. Die Verringerung der Kapazität entsteht dadurch, dass es auf den drei Stockwerken nicht nur eine Gemeinschaftsküche pro Etage geben soll. Wie Schönfeld und Bauamtsleiterin Antje Langethal erläutern, wird im Erdgeschoss jede Wohnung eine eigene Küche bekommen. Im 1. und 2. Stockwerk werden pro Etage mindestens drei Küchen eingerichtet. So soll vermieden werden, dass sich Menschen unterschiedlicher Kulturen beim gemeinsamen Kochen in die Haare geraten. Außerdem wird es nach Einschätzung des Bürgermeisters später einfacher, die Wohnungen für Senioren umzubauen, wenn die Küchen im Schnitt der Räume schon vorhanden sind.

 „Inwieweit die Einrichtung noch nutzbar ist, hängt auch von der Dauer ab, in der das Gebäude als Flüchtlingsunterkunft gebraucht wird“, sagt Schönfeld. Er geht davon aus, dass die Bewohner durchschnittlich ein bis zwei Jahre dort wohnen werden. Pro Person werden zehn Quadratmeter Aufenthaltsfläche angesetzt. Das ist etwas mehr, als landläufig üblich – nämlich: sechs Quadratmeter als persönlicher Platz und weitere zwei Quadratmeter anteilig an Gemeinschaftsflächen. Außerdem wird ein Teil des Hauses unterkellert. Schönfeld: „Es steigt die Qualität und die Akzeptanz.“ Die Stadt muss sich in der Investition, für die es eine hohe Förderung gibt, außer mit dem Mietvertrag nicht beteiligen.

 „Wir stellen in diesen Tagen beim Kreis Segeberg den Bauantrag und hoffen auf eine schnelle Genehmigung“, sagt der Rathaus-Chef. „Gewünschter Fertigstellungstermin ist August oder September 2016.“

 Deutlich früher ist eine andere Flüchtlings-Unterkunft bezugsfertig: das umgebaute Haus an der Straße Am Bienenhof. Dort wurde die ehemalige Niederlassung des Landwirtschaftlichen Buchführungsverbands so umgebaut, dass dort in etwa zehn Tagen bis zu 48 Flüchtlinge wohnen können.

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