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Umzug ist „machbar“

Stadtbücherei Kaltenkirchen Umzug ist „machbar“

Die Stadtbücherei an der Hamburger Straße sollte wenn möglich in den ehemaligen, nun leerstehenden Penny-Markt am grünen Markt umziehen, der dann aber erweitert werden muss.

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Die Stadtbücherei an der Hamburger Straße ist in schlechtem Zustand und muss saniert werden.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Bei einem Gespräch mit Bürgermeister Hanno Krause hatte sein zweiter Stellvertreter Frank Günter diese Idee, für die der Verwaltungschef sofort Feuer und Flamme war, und die er gerne umsetzen möchte. „Ich halte das für machbar, und es würde auch zu einer Belebung unserer Innenstadt führen“, so der Bürgermeister.

 Hintergrund der Überlegungen ist der schlechte bauliche Zustand der in die Jahre gekommenen Bücherei. Es gibt bereits ein Gutachten, in dem die Sanierungskosten aufgelistet sind. Und die haben es in sich. „Es geht um rund 1 Million Euro“, so der Bürgermeister. Unter anderem müssten das Dach und die Fassade erneuert sowie auch ein vernüftiger, behindertengerechter Zugang geschaffen werden. Zudem sei die Bücherei mit einer Fläche von 800 Quadratmetern zu klein. 1200 sind nach Krauses Worten wünschenswert. Dann könnten auch die Bereiche für Kinder und Jugendliche und für die Erwachsenen besser getrennt werden.

 Aber Krause verspricht sich am möglichen neuen Standort auch mehr Besucher für die Bücherei. Die jetzige liege ziemlich versteckt. Erfahrungen würden zeigen, dass die Unterbringung an einem prominenten Standort zu einem Besucherplus führe. Aber eines machte der Bürgermeister auch klar: „Der Umzug muss wirtschaftlich machbar sein.“

 Der leerstehende Penny-Markt gehört dem Immobilien-Unternehmen Böttcher, mit dem Krause schon Kontakt aufgenommen hat. Die Pläne hätten auch für das Unternehmen Vorteile. Zwar müsste es den Markt umbauen, dazu noch modernisieren und zudem erweitern, aber mit der Stadt würde dann ein langfristiger und zuverlässiger Mieter vorhanden sein.

 Und die Geschäftsbeziehungen könnten auch noch auf die alte Bücherei überschwappen. Die Firma Böttcher hat Interesse das Gebäude zu kaufen, abzureißen und das Grundstück mit einem ihr bereits gehörenden, angrenzenden zu verbinden. Dann könnten beide zusammen für eine großzügigere Wohnbebauung genutzt werden.

 Die Reaktionen aus der Politik sind überwiegend positiv. „Für die Belebung der Innenstadt wäre ein Umzug sehr positiv“, so SPD-Fraktionschef Bernd Schädler. Aber man müsse zuerst genau schauen, wie es mit den Kosten aussieht. Auch CDU-Fraktionschef Hauke von Essen kann sich mit den Plänen anfreunden. Pro-Kaki-Fraktionschef Reinhard Bundschuh ebenfalls, schließlich stamme die Idee ja von Fraktionsmitglied Günter. Zu überlegen sei in dem Zusammenhang auch eine mögliche Integration von Teilen der Volkshochschule.

 Die FDP hingegen spricht sich gegen den Abriss der rund 30 Jahre alten Bibliothek aus. „Wir werden das Gutachten über die Sanierungskosten sorgfältig prüfen“, kündigte Fraktionssprecher Eberhard Bohn an.

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