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Bus an den Kreis zurück

Stadtbus-Beschluss in Bad Segeberg Bus an den Kreis zurück

Die CDU will nicht als Totengräber des Stadtbusses in Bad Segeberg wahrgenommen werden. Während der jüngsten Stadtvertretersitzung betonte Fraktionschef Norbert Reher, dass seine Partei „den Stadtbus mit derzeitigem Angebot oder womöglich noch darüber hinaus sichern und erhalten“ will.

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Die Stadtvertreter in Bad Segeberg waren sich jetzt einig: Der Stadtbus soll weiter rollen, allerdings möglichst in Trägerschaft des Kreises.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Zu diesem Zweck soll sich die Stadt allerdings aus dem Stadtbus-Betrieb zurückziehen und diesen an den Kreis Segeberg zurückgeben.

 Die Aufgabe, den Öffentlichen Personen-Nahverkehr sicherzustellen, liegt eigentlich bei den Kreisen. In Bad Segeberg wollte man aber ein über die Basisversorgung hinausgehendes Angebot und übernahm diese Pflicht daher freiwillig – und auf eigene Kosten. Jetzt reißt der Stadtbus mittlerweile Jahr für Jahr ein Loch von etwa einer halben Million Euro ins Stadtsäckel.

 „Wir sind etwa drei Millionen Euro pro Jahr von einer schwarzen Null entfernt, die Hilfen des Landes laufen aus, neue Schulden werden nur, soweit gesetzlich zwingend, gewährt werden“, so Reher. „Gar nichts zu tun und abzuwarten, bis uns der Kreis diesen Luxus, den wir uns in Bad Segeberg leisten, womöglich aus dem Haushalt streicht, ist für den Bus nach unserer Einschätzung das Gefährlichste.“

 

 Uwe Rönnfeldt (SPD) lobte den Stadtbus als „Erfolgsmodell“. Von 90000 Fahrtgästen pro Jahr im alten Stadtverkehr-System unter Kreis-Regie habe er sich auf mittlerweile 365000 Nutzer gemausert. „Eine Steigerung um 300 Prozent!“ Rönnfeldt warb dafür, das Angebot keinesfalls einzuschränken, sondern möglichst auszubauen.

 So wurde der CDU-Antrag dann auch beschlossen: Die Stadt soll mit dem Kreis über die Bus-Rücknahme verhandeln, es soll aber zu keinen Verschlechterungen für die Fahrgäste kommen.

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