19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Neue Energie für Bramstedt

Blockheizkraftwerk erneuert Neue Energie für Bramstedt

Vor 20 Jahren war es ein großer Schritt in die Zukunft. Die alten Dampfkessel der Rheumaklinik wurden zum Teil durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzt, das Fernwärme und Strom ins Netz einspeiste. Nach 20 Jahren und 114000 Betriebsstunden war es nun Zeit für ein neues.

Voriger Artikel
Alte Hasen und „Greenhorns“
Nächster Artikel
Kaltstart in Freibädern

Maßarbeit: Ein neuer Motor für das Blockheizkraftwerk in Bad Bramstedt.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Mit Sattelschlepper und Kran wurde am Mittwoch ein zwölf Tonnen schwerer 12-Zylinder-Ottomotor angeliefert.

 Ein weitgehend gleiches Aggregat war schon 2009 installiert worden, das damals die letzten noch in Betrieb befindlichen Dampfkessel überflüssig machte. In wenigen Tagen, wenn alles angeschlossen ist, laufen zwei der großen Ottomotoren nebeneinander. 800000 Euro müssen die Stadtwerke für das neue BHKW des österreichischen Herstellers Jenbacher Gas Engines investieren. Jährlich wird es 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. „Das reicht, um 1500 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen oder sieben Millionen Waschgänge bei 60 Grad“, erläuterte Marc Fischer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Bramstedt. Der 12-Zylinder kommt auf eine Leistung von 845 Kilowatt, knapp 1150 PS. Betrieben wird er mit Erdgas. Die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme geht in das lokale Fernwärmenetz zum Heizen und für Warmwasser, an das rund 350 Wohnhäuser und Firmen angeschlossen sind.

 Mit dem 2009 installierten Aggregat werden rund 70 Prozent des Fernwärmebedarfs der angeschlossenen Gebäude abgedeckt – die sogenannte Grundlast. „Wenn es richtig kalt wird, springt noch ein zusätzlicher Erdgaskessel an“, erklärte Adalbert Jurzig, Projektmanager bei Hanse Werk Natur (früher EON Hanse). Sein Unternehmen betreut die technischen Anlagen der Stadtwerke Bad Bramstedt. Jurzig lobte den hohen Wirkungsgrad der Blockheizkraftwerke von rund 90 Prozent. „Hier geht kaum eingespeiste Energie verloren, sondern wird zu 42 Prozent in Strom und 48 Prozent Wärme verwandelt.“

 Das Aggregat, das so schwer wie zwei ausgewachsene Elefanten ist, wurde gestern per Sattelzug angeliefert. Ein Spezialkran hievte das Kraftwerk über das alte Kesselhaus des Klinikums bis zur Tür. Dort mussten die Arbeiter es dann per Hand auf Rollen zu seinem Standplatz bugsieren. Bis alle Installationen abgeschlossen sind, werden noch einige Tage vergehen. Solange wird die Wärmeversorgung über das zweite BHKW und den Gaskessel sichergestellt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige