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Fassadensanierung wird teurer

Städtisches Gymnasium Fassadensanierung wird teurer

Am Städtischen Gymnasium in Bad Segeberg ist der Altbau, wie der Name schon vermuten lässt, nicht mehr ganz taufrisch. Vor allem ist die in den 1970er.Jahren entstandene Fassade inzwischen recht marode. Die für 2018 angepeilte Sanierung wird nun allerdings erheblich teurer als angenommen.

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Die marode Fassade am Altbau des Städtischen Gymnasiums muss dringend saniert werden. Dieses Projekt fällt nun deutlich teurer aus als bisher angenommen.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Die Stadtvertretung nickte die Zusatzkosten von rund 220000 Euro allerdings einstimmig ab. Das Projekt läuft bereits seit November vergangenen Jahres. Damals stellte die Stadt einen Förderantrag zum Bundesprogramm „Energetische Sanierung von Einrichtungen der Schulinfrastruktur“. Ein halbes Jahr später ging im Rathaus ein Förderbescheid vom Land Schleswig-Holstein ein, das für die Verteilung des Geldes zuständig war. Für das Projekt am Städtischen Gymnasium stand ein Zuschuss von gut 527000 Euro bereit. Auch für die ebenfalls reparaturbedürftige Fassade der Dahlmannschule wurde Geld bereitgestellt. Dort laufen die Arbeiten seit einigen Monaten.

Am „STG“ waren zunächst Gesamtkosten von 986000 Euro vorgesehen, wie Bauamtsleiterin Antje Langethal erläutert. Doch dann wurde die Bausubstanz und -konstruktion vom Architekturbüro Schmidt näher untersucht – und die Ergebnisse hielten einige Überraschungen bereit. So enthielt die Wand nicht den erwarteten Aufbau, so dass die Experten an mehreren Stellen genauer nachschauen und Teil der Fassade und Bereiche unterhalb des Flachdachs öffnen mussten.

Sandwichfassade muss erhalten werden

Es stellte sich laut Antje Langethal heraus, dass es sich um eine sogenannte Sandwichfassade mit tragender Betonkonstruktion, Polystyrol-Dämmung und Waschbetonplatten handelt. Dieses System muss bei einer Sanierung erhalten werden. „Die Planung wurde daraufhin überarbeitet“, sagt die Bauamtsleiterin. Es erfolgt eine Dämmung mit Fassadenplatten inklusive Unterkonstruktion. Antje Langethal: „Durch den neu geplanten Aufbau wird die Fenster-Ebene nach vorne verschoben, dass auch Anpassungsarbeiten im Inneren des Gebäudes erforderlich sein werden.“ Das hat wiederum zur Folge, dass die Klassenräume reihum geräumt werden müssen.

Das Städtische Gymnasium verfügt aber über keine leerstehenden Räume, in die man problemlos ausweichen könnte. Daher muss die Stadt Bad Segeberg als Schulträger nun wohl oder übel drei Container mit jeweils zwei Klassenräumen anmieten und aufbauen lassen. Die Container sind rund 126 Quadratmeter groß und kosten insgesamt über 150000 Euro. „Somit ergibt sich für die Stadt ein Eigenanteil von rund 680000 Euro gegenüber den ursprünglich angenommenen 460000 Euro“, rechnet Bürgermeister Schönfeld vor. Die Gesamtkosten steigen von den veranschlagten 986000 Euro auf knapp 1,21 Millionen Euro.

Lärm lässt Benutzung nicht zu

„Der vorläufige Bauzeitenplan sieht einen Baubeginn im Frühjahr 2018 vor“, teilt Stadtplanerin Ute Heldt mit. „Da bei der statischen Verankerung der Sandwichfassade mit erheblicher Lärmbelästigung zu rechnen ist, werden auch hier Klassenräume vorübergehend nicht nutzbar sein.“

Der Bauantrag für die Fassadensanierung wurde von der Bad Segeberger Stadtverwaltung im Oktober beim Kreis Segeberg eingereicht. Nun ist allerdings für die Aufstellung der Container auf dem Schulgelände noch ein separater Bauantrag notwendig. Er wird nachgereicht. Der Bund als Fördergeber wird über die unerwarteten Verzögerungen schriftlich in Kenntnis gesetzt und erhält umgehend die überarbeiteten Planungsunterlagen.

Das Städtische Gymnasium ist damit im laufenden Schuljahr extrem gebeutelt – auch wenn der Fassadenbau dort natürlich eine höchst willkommene Aufwertung ist. Da die Mehrzweckhalle der Schule aufgrund eines kapitalen Wasserschadens für mehrere Monate nicht genutzt werden kann, sind Raumnot und die Notwendigkeit zur Improvisation ohnehin groß. Erst nach dem Abschluss der Arbeiten in der Halle und dem Ende der mehrmonatigen Fassadensanierung dürfte wieder Ruhe einkehren.

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