18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Glasfasernetz wächst

Kreis Segeberg Glasfasernetz wächst

Inke Studt-Jürs aus Weede atmet auf. Noch muss die IT-Spezialistin, wenn sie an ihre Kunden große Bilddateien schickt, für die Übertragung wegen der langsamen Internetleitung schon mal eine ganze Nacht einplanen. Und ab nachmittags, wenn die Schüler nach Hause kommen, bricht wegen der großen Nutzlast das Netz ohnehin zusammen. Ihr und anderen Bewohnern in vier Dörfern wird jetzt aber geholfen.

Voriger Artikel
Einblick ins Paradies
Nächster Artikel
Überraschung unterm Bleeck

Die Vertreter der Gemeinden sind optimistisch, dass sich genügend Haushalte an das vom WZV geplanten Glasfasernetz anschließen. Jeder Neukunde erhält leihweise eine Tonne als Einsatz für ein Gewinnspiel.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Gestern fiel beim Wege-Zweckverband (WZV) der Startschuss für den weiteren Ausbau des fixen Glasfasernetzes im Gebiet („Cluster“) 6. In Neuengörs, Schieren, Stipsdorf und Weede will der WZV ab Oktober 50 Kilometer Leerrohre und Leitungen verlegen.

 Bis zum 18. Juli können sich die rund 2300 Bürger anmelden. 60 Prozent der Haushalte, 615 genau, müssen es mindestens sein, die einen Anschlussvertrag mit den Stadtwerken Neumünster (SWN) abschließen, dem Kooperationspartner des WZV. Die SWN liefern später Internet, Telefonie und Fernsehen.

 In den kommenden Tagen wird in Einwohnerversammlungen informiert (siehe Kasten). Außerdem stehen Mitarbeiter von WZV und SWN an vielen Tagen bis Mitte Juli in den Dorfhäusern und Dorfgaststätten für Fragen und Vertragsabschlüsse bereit. Ab dieser Woche wird den Bürgern auch umfangreiches Informationsmaterial zugestellt.

 Die versammelten Bürgermeister waren zuversichtlich, dass die Quote erfüllt wird. Erste Flyer wurden Schierens Bürgermeister Hans-Werner Schumacher schon aus der Hand gerissen. „Der Leidensdruck der Bürger ist groß.“ Im Dorf tröpfeln die Daten nur im Schneckentempo durch die Internetleitungen. Filme anzuschauen ist unmöglich. Modernes Glasfaser ist Hunderte Male schneller.

 In den vier Dörfern will der WZV 2,9 Millionen Euro investieren. Ende Juli 2016 sollen die Haushalte über die schnellen Leitungen verfügen.

 Der WZV ergänzt die Werbung mit einer Aktion. Jeder, der einen Vertrag abschließt, kann leihweise eine orangefarbene 240Liter-Tonne erhalten und sie im Vorgarten platzieren – und signalisiert damit den Multiplikatoren aus den Dörfern, also den Werbern, dass sie an dieser Haustür nicht mehr wegen eines Vertragsabschlusses klingeln müssen. Denn wer bereits Kunde geworden ist, darf aus Datenschutzgründen den Werbern nicht mitgeteilt werden. Außerdem kann man sich später mit der Tonne an einem Gewinnspiel beteiligen. Ein Preis ist etwa eine Fahrt mit dem Mähboot des WZV auf der Trave, die der WZV pflegt.

 2016 wird der WZV in Geschendorf, Westerrade, Strukdorf und Pronstorf mit dem Projekt Glasfaserausbau starten. Dann fehlen nur noch einige abgelegene Kleinsiedlungen und einzelne Dörfer wie Travenhorst, Rohlstorf, Dreggers, Bühnsdorf und Bahrenhof. Mit manchen Gemeinden führt der WZV bereits Gespräche. Der WZV erwartet, am Ende gut 30 Gemeinden im Nordosten des Kreises Segeberg mit Glasfasernetzen versorgt zu haben. Bislang sind es 17 Gemeinden – mit 12,5 Millionen Euro Bauvolumen und 220 Kilometer Tiefbau.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3