3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Feuerwehrhaus eingeweiht

Stipsdorf Feuerwehrhaus eingeweiht

Nach vier Jahren der Diskussionen, wo und wie man den Auflagen der Feuerwehrunfallkasse gerecht werden könne, steht sie nun, die neue Feuerwehr-Halle Marke Industriebau. Die Stipsdorfer Wehr hat auf rund 165 Quadratmetern ihr neues Zuhause gefunden.

Voriger Artikel
Feiern ohne Berührungsängste
Nächster Artikel
Auto schleudert drei Meter tiefe Böschung hinab

Der Stipsdorfer Bürgermeister Stefan Kresse (rechts) überreichte am Sonnabend bei der großen Einweihungsfeier den symbolischen Schlüssel für das neue Feuerwehrhaus (hinten links) an den Wehrführer Gordon Moss (links). Dieser gab den Schlüssel anerkennend auch an seine Stellvertreterin Anne Günther weiter.

Quelle: Patricia König

Stipsdorf. „Wir haben es geschafft“, sagte Bürgermeister Stefan Kresse bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Stipsdorf deshalb nicht ohne Grund.

 Als Sinnbild für ein „zukunftsorientiertes Feuerwehrhaus“, so Wehrführer Gordon Moss, ersetzt es ein Häuschen, das nicht mehr den modernen Anforderungen für den Löscheinsatz genügte. Der „neue Platz der Kultur“,wie Architekt Wilfried Moss das anthrazitfarbene, technisch moderne und sehr funktionale Gebäude nannte, passt sich erstaunlich gut zwischen das alte Feuerwehrgerätehaus und das Dorfgemeinschaftshaus ein. Das ehemalige Gerätehaus wird demnächst als Lagerraum der Gemeinde genutzt.

 Die Zukunft habe man sich einiges kosten lassen, erfuhren die rund 150 Gäste. „Bei der Finanzierung hat man uns komplett allein gelassen“, erklärte Bürgermeister Kresse. Für die Kosten von 200000 Euro hat die Gemeinde einen Kredit aufgenommen. Der Rest wurde mit 693 Stunden an Eigenleistungen der 23 Aktiven und durch Spenden der Stipsdorfer bewerkstelligt.

 Neben der rund 120 Quadratmeter großen Halle sind in einem zweiten Teil unter anderem die Umkleidekabinen und Toiletten untergebracht. Darüber ist ein zweites Geschoss. Eine Treppe am hinteren Teil der Halle führt zu einem 45 Quadratmeter großen Gruppen- und Schulungsraum mit Abstellbereich. Den Innenausbau haben die Kameraden selbst bewerkstelligt, einige Einwohner spendeten rund 3000 Euro dazu.

 Der Bau sei dringend erforderlich gewesen, versicherte Kresse. Es habe Sicherheitsmängel gegeben, mangelnde Zu- und Absfahrtswege und viel zu wenig Platz für das Löschfahrzeug und die erforderliche getrennte Unterbringung der Einsatzkleidung. Auch Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote erinnerte sich daran, dass das Fahrzeug der Kameraden aus Glashütte erst tiefergelegt werden musste, bevor es die befreundete Wehr in Stipsdorf dort unterstellen konnte.

 Kresse sprach von einem wichtigen Tag nicht nur für die Feuerwehr, sondern für die ganze Gemeinde. Dass die Halle viel Platz bietet, das erlebten die Gäste der Einweihungsfeier hautnah. Pastorin Rebecca Lenz sprach den Segen für den neuen „Werkzeugkasten Gottes“. Der Dienst der Feuerwehrkameraden zum Schutz für die Menschen sei wie ein Dienst auch für Gott.

 Der Bürgermeister ehrte die stellvertretende Wehrführerin Anne Günther und Sönke Töpfer. Sie hätten sich besonders bei der Organisation und den Eigenleistungen hervorgetan. Kresse überreichte den symbolischen Schlüssel an Wehrführer Moss, der ihn direkt an seine Stellvertreterin weitergab. „Ihr habt hier so viel geleistet, euch gehört der Schlüssel genauso wie mir“, sagte er anerkennend.

 Landrat Jan Peter Schröder stellte fest, dass die Feuerwehr mal wieder gezeigt habe, dass sie noch viel mehr könne, als nur zu retten und zu löschen. Schierens Wehrführer Michael Mücke schenkte einen selbstgemachten Schuhkasten für die automatische Stiefelwäsche, Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski einen Ahornbaum und Norderstedts Oberbürgermeister zwei Bänke für die Umkleideräume.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3