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Das wollen die Bürger nicht

Straßenausbau in Bad Segeberg Das wollen die Bürger nicht

Die gute Nachricht für die Anwohner von Lornsenstraße und Am Wiesengrund: Sie bekommen eine nagelneue Fahrbahn. Die schlechte Nachricht: Sie müssen sie bezahlen. Die Stadtvertretung beschloss mit 20 zu 8 Stimmen den Ausbau beider Straßen, obwohl sich die Anwohner des Wiesengrunds in einer Bürgerversammlung einmütig gegen das Projekt ausgesprochen hatten.

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Die Lornsenstraße und die Straße Am Wiesengrund in Bad Segeberg werden für rund 820 000 Euro saniert.

Bad Segeberg. Wie bei anderen Straßen möchte die Stadt mit dem Vorhaben zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Kanäle im Untergrund sind marode und müssen erneuert werden. Wenn man nun die Sanierung der Straßen mit den Kanalarbeiten zusammenlegt, trägt der Zweckverband Mittelzentrum ein Drittel der Kosten für die Straßenherstellung. Würde die Stadt die Asphaltflächen erst später in Ordnung bringen, kämen auf die Anwohner noch höhere Kosten zu.

 Bei der Lornsenstraße ist im Rathaus von einem „zwingenden Erneuerungsbedarf“ die Rede; aber auch Am Wiesengrund würde der gerade mal drei Zentimeter dicke Asphaltbelag wohl nur noch ein paar Jahre halten. „Aus fachlicher Sicht wird eine Sanierung empfohlen, da nur noch eine geringe Restlebensdauer zu erwarten ist“, sagt Tiefbau-Experte Robin-Arne Otten.

 Bauausschusvorsitzender Wolfgang Tödt (Freie Wählergemeinschaft BBS) machte sich in der Stadtvertretung ebenfalls für den Ausbau stark. Der Zustand des Wiesengrunds sei schlecht. „Und es gibt da zu wenig Parkraum.“ Das Problem könne man gleich mit beheben. Zu klären sei aber, ob es sich um eine Anwohner- oder Durchgangsstraße handelt. Davon hängt ab, ob die Anlieger mit 85 oder 65 Prozent der Kosten belastet werden. Die Stadt geht bei Planung und Ausbau von 820000 Euro Gesamtkosten aus. Tödt fordert, dass die Anwohner von der Stadt noch eingehender über das Thema unterrichtet werden müssen.

 FDP-Fraktionsvorsitzender Hermann E. Westphal hat für die Ablehnung des Baus durch die Anwohner kein Verständnis. „Wir können noch 60 Jahre warten, und dann ist die Straße wie auf’m Dorf.“

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