21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Ziegen gequält: Gehege zu

Erlebniswald Trappenkamp Ziegen gequält: Gehege zu

Das Ziegengehege im Erlebniswald Trappenkamp ist kein Streichelzoo mehr. Ein hoher Zaun sperrt die Besucher aus. Weil Kinder die Tiere misshandelt hatten, schloss Betriebsleiter Stephan Mense ihren Auslauf. Die Barriere wirft einen Schatten auf das Ferienprogramm, das am Montag begann.

Voriger Artikel
Über 100 000 Euro Schaden
Nächster Artikel
Altar ist jetzt 500 Jahre alt

Durch einen Zaun, über den Kinder nicht klettern können, dürfen Besucher den Ziegen Futter geben. Hier soll noch umgebaut werden, sagt Stephan Mense, Leiter im Erlebniswald Trappenkamp.

Quelle: Petra Stöver

Daldorf. Seit Jahrzehnten gehört ein Abstecher in das Ziegengehege zum Besuch des Freizeitgeländes dazu. Bislang durften die Kinder die Tiere streicheln und füttern. Vor allem die Jüngsten genossen den hautnahen Kontakt mit den neugierigen und zutraulichen Vierbeinern, die sich die Schmusestunde gern gefallen ließen.

 Doch in letzten Zeit bekamen sie immer öfter Tritte statt Streicheleinheiten. Die Tiere seien auch getrieben, gehetzt und mit Steinen beworfen worden, schildert Stephan Mense. Schlimme Verletzungen hätten die Ziegen nicht erlitten. Doch die Vorfälle seien zu gravierend, um das Treiben weiter hinnehmen zu können.

 Ältere Kinder hätten die Geißen misshandelt. „Wenn dann mehrere Jungs dabei sind, schaukelt es sich hoch“, sagt Mense. Leider hätten die Erwachsenen nicht immer die Zivilcourage, die Jüngeren von der Tierquälerei abzuhalten. Als Konsequenz darf kein Besucher mehr in das Gehege. Dort leben auf rund 300 Quadratmetern zehn weibliche Ziegen. Weil das Gelände ein wenig abseits liegt, kann es nicht den ganzen Tag beaufsichtigt werden.

 Ein 1,70 Meter hoher Zaun umgibt jetzt das Grundstück, an einigen Stellen kann man mit der Hand durchlangen, um die hungrigen Mäuler mit ein wenig Futter zu stopfen. Ein geplanter Umbau soll das Füttern bald etwas bequemer machen. „Das alles tut uns wirklich leid. Wir wurden zu der Sperrung gezwungen und bitten um Verständnis“, bedauert der Wildparkleiter.

 Der Auftakt zum Sommerferienprogramm gestern im Erlebniswald Trappenkamp war sehr verhalten. Mehr Betreuerinnen als Kinder saßen am Mittag auf den Matten vor dem Tipi, die das Indianerlager markieren sollten. Die Mädchen und Jungen, die sich dort einfanden, konnten aus Garn ein Amulett um Holzstäbchen wickeln, ein Stirnband gestalten und sich schminken. Heute wollen die Waldpädagogen mit den kleinen Besuchern Traumfänger basteln, morgen stellen sie Tomahawks her. Diese drei Aktionen wiederholen sich in den ersten beiden Ferienwochen. Zum Abschluss wird am Sonntag, 2. August, gefeiert, mit dem Ballspiel Lacrosse, einem Spaziergang mit Geschichtenerzählerin und der Herstellung von „Indianermedizin“. Mitarbeiter der Karl-May-Spiele aus Bad Segeberg unterstützen die Kreativ-Aktionen. Daran schließen sich zwei Wochen mit Holzarbeiten an. In den letzten beiden Ferienwochen treiben dann Räuber ihr Unwesen im Erlebniswald. Dessen Leiter Stephan Mense rechnet aus den Erfahrungen der Vorjahre mit täglich 100 Teilnehmern. Sie müssen nichts extra zahlen für das Ferienprogramm, das täglich von 12 bis 17 Uhr läuft.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3