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Polizei gegen Promenade als Treffpunkt

Streit um Vatertagstouren Polizei gegen Promenade als Treffpunkt

Einen Massenauflauf zum Vatertag auf der Promenade des Großen Segeberger Sees wird es nicht geben. Die Polizei sieht den Vorschlag von Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms äußerst kritisch. „Die Promenade ist gar kein geeigneter Ort für eine solche Feier“, sagt Revierleiter Jes Peter Beck.

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Die Promenade am Großen Segeberger See ist aus Sicht der Polizei nicht für einen Massenauflauf am Vatertag geeignet.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Die Klein Rönnauer wollen ihre Badestelle am See 2018 am Vatertag sperren, nachdem die trinkfeste Gästeschar in früheren Jahren in Bad Segeberg von der Backofenwiese (Hubschrauberlandeplatz) und aus dem Ihlwald (Naturschutz) vertrieben worden war. Der Polizei war die Stimmung an der Badestelle diesmal aggressiver als in früheren Jahren erschienen.

Rund fünfzig Beamte waren im Einsatz, um die ausufernde Fete unter Kontrolle zu halten. Körperverletzungen, Beleidigungen, Beschädigungen und Diebstahl sind am Himmelfahrtstag an der Tagesordnung. Besonders hatte es Bürgermeister Herms gewurmt, dass unbekannte Chaoten das bekannte „Wappentor“ der Gemeinde verwüstet haben.

Sperrung würde zu vielen neuen Treffpunkten führen

Eine Sperrung der Klein Rönnauer Badestelle könnte aus Sicht der Beamten allerdings nach hinten losgehen. „Die Sperrung führt aus polizeilicher Sicht nicht dazu, dass die Vatertags-Veranstaltung generell nicht mehr stattfindet“, warnt Beck. „Vielmehr ist zu erwarten, dass sich die Teilnehmer andere Örtlichkeiten aussuchen werden, um dort zu feiern.“ Diese seien dann deutlich schwerer zu kontrollieren.

Die Seepromenade kommt für die Polizei als neuer Veranstaltungsort nicht in Frage. Dagegen spreche aus polizeilicher Sicht, dass dort die Segeberger Kliniken liegen. Dies sei ein sensibler Bereich, in dem die Patienten vor starker Lärmbelästigung geschützt werden müssen. Am Vatertag sei schließlich eine „Dauerbeschallung von morgens bis gegen Mitternacht“ zu erwarten. Außerdem müsste die Große Seestraße als einzige Zufahrt voll gesperrt werden; und es könnten sich Betrunkene an der Promenade versucht sehen, ein Kräftemessen im Schwimmen auszutragen.

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