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Wahlstedter allein im Wald

Suche im Segeberger Forst Wahlstedter allein im Wald

Was der Mann zu so später Stunde mutterseelenallein im Segeberger Forst zu suchen hatte, ist nicht bekannt. Sicher ist nur, dass der 59-jährige Wahlstedter in der Nacht zu Sonnabend eine der größten Suchaktionen der jüngeren Vergangenheit in der Region auslöste,

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Rund 60 Einsatzkräfte suchten mitten in der Nacht im Segeberger Forst nach einem Mann, der per Handy um Hilfe gerufen hatte.

Quelle: Feuerwehr

Wahlstedt.  An der Aktion beteiligten sich rund 60 Einsatzkräfte und zwei Polizeihunde – mit einem glücklichen Ende. Das Leben rettete dem in Not Geratenen vermutlich nur der Umstand, dass er ein Handy dabei hatte, um Hilfe zu rufen.

Die Uhr zeigte genau 1.28 Uhr, als der Alarm bei der Freiwillige Feuerwehr Wahlstedt und dem Rettungsdienst auflief. „Als Ort wurde die Willy-Pelz-Straße genannt“, erklärte Patrick Juschka, Sprecher der Wahlstedter Blauröcke. Da zunächst nicht klar gewesen sei, was genau passiert war und wo sich der in Not gereatene Anrufer befand, seien zur Sicherheit gleich noch die Feuerwehren Bark und Bockhorn zur Unterstützung angefordert worden.

Der Rettungsleitstelle gelang es zunächst, den telefonischen Kontakt zu dem Wahlstedter zu halten. „Mit Hilfe von Rufen, Durchsagen über die Löschfahrzeuge und dem Martinshorn wurde versucht, das Suchgebiet einzugrenzen“, erklärte Juschka – zunächst erfolglos. Der 59-Jährige habe zwar alles hören können, sei aber zu schwach gewesen, um die Helfer auf sich aufmerksam zu machen. Die Polizei, die mit drei Streifenwagen gekommen war, entdeckte den Gesuchten schließlich im tiefen Waldgebiet: „Knapp 200 Meter vom nächsten Weg entfernt.“

Sämtliche Einheiten seien dann von der Leitstelle zum Fundort koordiniert worden. Mitglieder der First-Responder-Gruppe der Wahlstedter Wehr übernahmen die medizinische Erstversorgung bis zum Eintreffen der Notärztin. „Mit Hilfe einer Schleifkorbtrage wurde der Patient aus dem schwergängigen Gebiet getragen und in den Rettungswagen transportiert.“ Der dunkle Waldweg sei mit zahlreichen Taschenlampen, Scheinwerfern und Lichtmasten so gut es geht ausgeleuchtet worden. Wegen des schwergängigen Gerländes seien die beiden Diensthunde am Ende dann doch nicht mehr zum Sucheinsatz gekommen.

„Bei den Rettungsarbeiten wurden zwei Feuerwehrkameraden leicht verletzt“, berichtete der Sprecher. Ein Transport ins Krankenhaus sei aber nicht nötig gewesen. Warum sich der Wahlstedter um diese Uhrzeit im Wald befand, habe nicht geklärt werden können. „Was passiert wäre, hätte er sein Telefon nicht dabei oder womöglich kein Netz gehabt, möchten wir uns gar nicht vorstellen.“

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Ein Artikel von
Thorsten Beck

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