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Lebensretter gesucht

Alveslohe Lebensretter gesucht

Am Tag seiner bestandenen Bachelor-Prüfung war die Welt noch in Ordnung, doch kurz darauf fühlte sich Baptiste Tassel müde und kaputt. Eine Woche später lag er in der Notaufnahme eines Krankenhauses – er war an einer schweren Blutkrebsform erkrankt. Nur eine Knochenmarkspende kann den 26-Jährigen noch retten.

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Baptiste Tassel aus Langeln ist an Blutkrebs erkrankt. Seine Eltern (von links) Valerie Tassel und Bernd Mölck-Tassel hoffen, dass über eine Typisierungsaktion ein Knochenmarkspender für ihn gefunden werden kann. Unterstützt werden sie bei der Planung der Alvesloher DKMS-Aktion von Bürgermeister Peter Kroll, Heike Hemme und Fritz Haberlah (beide mit Baptiste Tassel verwandt) sowie von Ulf Gutberlet vom TuS Teutonia.

Alveslohe / Kaltenkirchen. Eine Typisierungsaktion, bei der ein passender Spender gesucht werden soll, ist für Sonnabend, 30. Mai, in Alveslohe geplant.

 Baptiste Tassel kommt aus Langeln im Kreis Pinneberg, hat aber Verwandte in Alveslohe und Kaltenkirchen. Sie mobilisieren zurzeit gemeinsam mit seinen Eltern alle Kräfte, um möglichst viele Bürger dazu zu bewegen, sich an der Typisierungsaktion zu beteiligen. Mitmachen kann im Prinzip jeder, der zwischen 18 und 55 Jahre alt ist. Die Freiwilligen werden gebeten, sich in der Alvesloher Bürgerhalle in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufnehmen zu lassen. Das ist für den Einzelnen ohne Aufwand möglich, denn es wird nur etwas Blut abgenommen. Über Analysen kann dann festgestellt werden, ob jemand als Spender in Frage kommt. Gesucht wird nach einem genetischen Zwilling. Ihn zu finden ist nicht einfach, aber mit jedem neuen Mitglied in der Spenderdatei steigen die Chancen.

 „Die Hilfsbereitschaft ist groß“, sagt Heike Hemme aus Alveslohe, eine Cousine von Baptistes Vater. Sie ist die Initiatorin der Alvesloher Aktion und hat es unter anderem geschafft, den Sportverein TuS Teutonia vom Projekt zu überzeugen. Viele Mitglieder haben zugesagt, sich ehrenamtlich als Helfer bei der Aktion einbringen zu wollen.

 Zuletzt hatte es in der näheren Umgebung im Februar in Henstedt-Ulzburg eine DKMS-Aktion gegeben. Damals war ein Stammzellenspender für die Kaltenkirchenerin Nadine Wienhold gesucht worden. Über 1300 Bürger waren dem Aufruf gefolgt und hatten sich typisieren lassen. Auf eine ähnlich hohe Resonanz hoffen nun die Alvesloher. Dabei müssen sie allerdings bedenken, dass durch eine hohe Teilnehmerzahl auch hohe Kosten anfallen, denn jede Registrierung schlägt mit 50 Euro zu Buche. Wer zur Aktion kommt, kann etwas bezahlen, muss aber nicht. Irgendwie muss das Geld am Ende aber eingeworben werden. „Wir suchen daher neben potenziellen Stammzellenspendern auch Privatleute und Firmen, die uns finanziell unterstützen wollen“, sagt Heike Hemme.

 

 Der Gesundheitszustand von Baptiste Tassel hat sich seit der erschütternden Diagnose im Februar rapide verschlechtert. Er befindet sich seitdem in einem Isolationszimmer im Hamburger Krankenhaus St. Georg. Wer ihn besuchen möchte, muss eine Sicherheitsschleuse passieren und spezielle Schutzkleidung samt Mundschutz tragen.

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