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Parkplatzposse ohne Ende

Sülfeld Parkplatzposse ohne Ende

Kaum ein Thema hat in Sülfeld in jüngster Zeit für so viel Unfrieden gesorgt wie der Parkplatzstreit vor den Haus des Dorfchronisten und Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Ulrich Bärwald. Jetzt gibt es eine Fortsetzung.

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Wie passt das zusammen? Vor dem von Ulrich Bärwald aufgestelltem, nicht offiziellen Behinderten-Parkplatz-Schild steht seit längerem ein Anhänger.

Quelle: Privat

Sülfeld. Damit ist nach den verbalen, gegenseitigen Attacken und der Aufhebung des Pachvertrages für die vier Stellplätze vor dessen Haus immer noch keine Ruhe eingekehrt in Sülfeld. Öl ins Feuer gegossen heben die örtliche CDU und Bärwald selbst.

 Ausgangspunkt des ganzen Dilemmas war eine Fehde Bärwalds mit einer Nachbarfamilie. Die führte dazu, dass der Dorfchronist schließlich vier Stellplätze vor seinem Haus von der Gemeinde zum Vorzugspreis mietete. So hatte er die Möglichkeit, dem ungeliebten Nachbarn und dessen Besuch zu untersagen, dort ihre Autos abzustellen. Allen anderen erlaubte Bärwald das ausdrücklich. Doch die Kommunalaufsicht des Kreises spielte da nicht mit und monierte das Verhalten der Gemeinde, die nach langen Hin und Hin diese Verpachtung einkassierte, die seinerzeit mit den Stimmen von CDU und der Wählergemeinschaft ABS – gegen den Widerstand der SPD – getroffen worden war.

 Nun hat die CDU die Parkplatzposse wieder aufgewämt und die SPD erneut ins Visir genommen. Im CDU-Sommerbrief 2016, der an alle Haushalte der Gemeinde verteilt wird, greift der Ortsverbandsvorsitzende Thomas Ahnfeldt speziell SPD-Fraktionschef Harald Becker massiv an. So habe dieser „ein normales Maß an Anstand vermissen lassen“, wie einige von ihm auf der Internetplattform Facebook veröffentlichten Kommentare belegen würden. Und er unterstellt dem freien Journalisten Becker zudem, dass er seine Tätigkeiten als Journalist und Gemeindevertreter in unzulässiger Weise vermischt zu haben. „Persönliche Angriffe und redaktionelle Feldzüge aber dürfen aus Sicht der CDU nicht zum politischen Stil werden“, schreibt Ahnfeldt: „So etwas macht man einfach nicht in einer Gemeinde, wo jeder jeden kennt.“

 Die Reaktion der SPD-Fraktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Sozialdemokraten freue es natürlich, dass sie in ihrer Rechtsauffassung im Parkplatzstreit bestätigt wurde, heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem sei es den Sozialdemokraten aber „um die Moral bei der Geschichte gegangen“. Die Gemeindevertretung habe sich bei einem Nachbarschaftsstreit nicht parteiergreifend für einern bekannten Mitbürger einzumischen. „Die Unterstellung, Harad Becker habe sein politisches Mandat und seine journalistische Tätigkeit vermengt, weisen wir zurück“, heißt es in der SPD-Erklärung.

 Und auch auf die Facebook-Diskussion gehen die Sozialdemokraten ein. In der SPD-Pressemitteilung heißt es dazu, dass sich die „Jung-CDUler“ Marek Krysiak (Beisitzer im Sülfelder CDU-Ortsvorstand) und CDU-Fraktionsmitglied Björn Brors, immerhin stellvertretender Gemeindewehrführer, nicht wundern sollten. „Wer derart nassforsch in seinen Facebook-Kommentaren austeilt, muss sich nicht über die Reaktionen, die dann auch zum Löschen einiger unflätiger Kommentare führen, wundern“, so die SPD-Fraktion.

 Auch Bärwald selbst trägt nicht zum Frieden in dieser Angelegenheit bei. Als er die vier Parkplätze gemietet hatte, hatte er einen eigenmächtig als Behindertenplatz ausgewiesen. Obwohl er über die Plätze kein Verfügungsrecht mehr hat, entfernte er das Schild nicht. Genutzt werden kann der Platz von Behinderten aber ohnehin nicht, denn er wird als Dauerparkplatz durch einen Anhänger blockiert.

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Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

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