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Erinnerungen an die erste Chaussee

Bad Bramstedt Erinnerungen an die erste Chaussee

Sie war die erste Kunststraße in der dänischen Provinz Holstein, später eine Reichsstraße und die Bundesstraße 4, die Altona mit Kiel verband. Für die Entwicklung Schleswig-Holsteins hatte die mitten durch Bad Bramstedt verlaufende Chaussee immense Bedeutung. Daran sollen nun Schilder erinnern.

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Das Chausseewärterhäuschen in der Altonaer Straße gehört heute Irmgard Lamaack. Auch hier soll eine Informationstafel aufgestellt werden. Der Chausseewärter wachte früher über den Zustand der Straße.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Der Heimatbund Schleswig-Holstein will deshalb an möglichst vielen Stellen entlang der Chaussee Beschilderungen anbringen, die an historische Bauwerke erinnern. In Bad Bramstedt teilt er sich die Kosten dafür mit Gildenstiftung und Stadt. Ingesamt acht Schilder werden historische Bauwerke erläutern. Sie werden an ein ehemaliges Chausseewärterhäuschen erinnern, an die aufgeschüttete Böschung am Kieler Berg, die Querung der Osterau, einen Halbmeilenstein, an das historische Granitpflaster auf dem Bleeck und das Basaltpflaster in der Altonaer Straße. Eine weitere Tafel, die aber an einem gesonderten Termin aufgestellt werden soll, erinnert an einen KZ-Häftling, der während des Todesmarsches von Fuhlsbüttel nach Kiel bei den Fischteichen in der Hamburger Straße von einem SS-Mann erschossen wurde.

Auf den Tafeln werden kurze Geschichten zu den Bauwerken und Ereignissen erzählt. Herausragend: Die Friedrichsbrücke. Sie wurde in den Jahren 1830 bis 1832 erbaut, zu einer Zeit, als der Flecken Bramstedt noch unter dänischer Herrschaft stand. „Sie ist das letzte noch im Originalzustand erhaltene Bauwerke der gesamten Chaussee“, erklärte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Zur Einweihung war sogar der dänische König gekommen. Die Inschrift „Frederik=Brücke D. 1. July 1833“ erinnert daran noch heute.

Die Tafeln sollen voraussichtlich am Freitag, 15. Juni, vom Bauhof aufgestellt werden. Dazu wird auch ein Vertreter des Heimatbundes erwartet. Eine Tafel soll allerdings an einem Extra-Tag aufgestellt werden: die, die an den erschossenen KZ-Häftling erinnert. „Das hat ja nichts mit dem Chausseebau zu tun“, erklärte Kütbach. „Wir überlegen uns dafür noch einen würdigen Rahmen.“

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