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Taxifahrer sind genervt

Bad Segeberg Taxifahrer sind genervt

Als hätten Bürgermeister Dieter Schönfeld und die Bad Segeberger Stadtvertreter nicht schon genug Ärger mit dem Bahnhof gehabt – nun beschweren sich auch noch die Taxifahrer. Und nicht nur rund um den vor kurzem in Betrieb gegangenen Neubau sehen sie Defizite.

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In Bad Segeberg gebe es rund 40 Taxen, aber nur sieben Taxi-Stellplätze, kritisiert Unternehmer Markus Seiffert. Er und viele seiner Kollegen fühlen sich von der Stadt stiefmütterlich behandelt.

Quelle: mtr

Bad Segeberg. Bei mehreren weiteren verkehrsplanerischen Projekten der Stadt fühlen sich Markus Seiffert und seine Kollegen benachteiligt. Der Bad Segeberger Taxi-Unternehmer hat seinem Ärger jetzt in einem Beschwerdebrief an den Bürgermeister Luft gemacht.

 „Trotz Beschlusses ist am neuen Bahnhof kein Taxistand entstanden“, ärgert sich Seiffert. Eine Kreisstadt ohne ein solches Angebot gebe ein sehr schlechtes Bild ab. Einwohner und Besucher Bad Segebergs sind somit gezwungen, mit ihrem schweren Gepäck hinüber zum ZOB auf der anderen Seite der B 206 zu gehen, schreibt der Unternehmer.

 Außerdem habe die Stadtverwaltung in der Fußgängerzone Poller errichten lassen, um die Durchfahrt zu verhindern, beschwert sich Seiffert. „In verkehrsschwachen Randzeiten macht das keinen Sinn, weil weitere Wege für die Kunden entstehen und somit höhere Kosten“, meint er. Noch weniger Verständnis hat er für die Sperrung der Passage Jungfernstieg. Die Durchfahrt auf der Verbindung vom Marktplatz zum ZOB ist nur für Busse erlaubt; Taxen müssen auf die B 206 ausweichen und geraten dabei oft in den Stau.

 Ein weiteres Manko sieht Markus Seiffert in der Deaktivierung der Busampel für Taxen am ZOB in Richtung Kalkberg / Lübeck / Burgfeldstraße. Durch den Umweg über den Bahnhof oder Landratspark hätten sich die Fahrpreise erhöht. „Leidtragende sind die Bürger und Gäste unserer Stadt“, kritisiert der Bad Segeberger.

 Und damit nicht genug: „In der letzten Zeit gab es verstärkt Ärger mit der Polizei“, berichtet Seiffert. Viele Taxifahrer warten in der Kirchstraße vor der Diskothek De Deel in der Nacht auf Kunden. Dort ist aber kein offizieller Taxistand, und die Fahrer wurden von Polizisten aufgefordert, sich woanders zu postieren. „Durch unsere Anwesenheit konnten aber schon zahlreiche Schlägereien verhindert und aufgeklärt werden“, argumentiert Seiffert. Er hofft auf mehr Fingerspitzengefühl seitens der Beamten oder auf die Einrichtung eines temporären Taxistandes in der Kirchstraße.

 Ein Problem stellt das Befahren der Fußgängerzone tagsüber dar. Seiffert weist auf die Probleme von Fahrgästen mit Behinderungen beim Arztbesuch in der Fußgängerzone hin: „Wie sollen Menschen mit Einschränkungen diese Ärzte sonst erreichen, wenn es bei Zuwiderhandlung Bußgelder für die Fahrer gibt? Ich möchte in diesem Zusammenhang auf das immer wieder propagierte Ziel einer barrierefreien Stadt hinweisen“, schreibt Seiffert. Wegen einiger Probleme habe er sich schon telefonisch im Rathaus gemeldet. Auf einen Rückruf warte er bis heute.

 Der Taxiunternehmer hat seinen Brief an den Bürgermeister gerichtet und gleichzeitig zwei Fraktionen gebeten, die Anträge in der Stadtvertretung zu stellen. „Mal sehen, ob es was bringt.“

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