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AKN als rollende Bühne

Theater im Zug AKN als rollende Bühne

Zum vierten Mal heißt es „Vorhang auf“ mit dem Theaterprojekt Hin & Weg, das gemeinsam von der AKN Eisenbahn, dem Schauspielhaus Hamburg und dem Institut für Qualitätsentwicklung Schleswig-Holstein (IQSH) aufs Gleis gebracht wird. Die fahrenden Züge der Linie A1 sind dabei die Bühne, Schüler die Akteure.

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Lisa-Marie Neumann hatte ihrer Basler-Maske eine ordentliche Hakennase verpasst.

Quelle: Gudrun Ehlers

Henstedt-Ulzburg. Angeleitet durch Theaterpädagogen üben die jungen Menschen Stücke ein, improvisieren auch mal und ziehen die Fahrgäste ins Spiel hinein. Vier Schulen machen diesmal mit: die Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt, die Bad Bramstedter Gemeinschaftsschule Auenland, die Gemeinschaftsschule Rugenbergen in Bönningstedt und die Olzeborch-Schule Henstedt-Ulzburg.

 Jedes Team hat seine eigenen Ideen, die es umsetzt, sodass keine Vorführung gleich ist. Im Sommer sollen die Stücke stehen, zurzeit gehen die Vorbereitungen dafür los. An der Olzeborch-Schule bastelten Schüler der siebten und achten Klassen an Basler Masken, mit denen sie vor das fahrende Publikum treten möchten. Diese Masken kommen normalerweise bei der Basler Fastnacht zum Einsatz. Sie sind aus Pappmaché gefertigt und sehen aus wie groteske Karikaturen.

 Viele Schüler hatten große Freude daran, die überdimensionalen Nasen ihrer Figuren auszuarbeiten: besonders lang, dick, knubbelig oder hakenförmig. Über Tonrohlinge kam Frischhaltefolie und darüber mehrere Lagen übereinander geklebtes Papier. Das Ganze musste eine Woche trocknen, dann konnten die Masken abgelöst werden. Es fehlte nur noch etwas Farbe. Fast alle Kinder haben ihren Figuren, die sie später spielen, schon einen Namen gegeben. Es gibt „Melody, die Diva“ oder „Günter, den Durchschnittsmenschen“.

 „Das wird natürlich noch alles genau mit Hilfe der Gruppe herausgearbeitet. Der Gang, die Stimme, auch wie das Gesicht auf die anderen wirkt, welcher Charakter sich ihrer Meinung nach dahinter verbirgt“, erklärte Theaterpädagogin Gesche Lundbeck. „Das wird noch sehr spannend werden.“ Auch das Thema der Performance entwickeln die Schüler gemeinsam mit Theaterpädagogen. Erst im Laufe der Proben wird feststehen, wohin die Reise geht – Raum zum Improvisieren soll aber bleiben.

 Geprobt wird in der Schule und später auch in einem der neuen AKN-Fahrzeuge, damit die Kinder einen Eindruck von ihrer zukünftigen Bühne bekommen. Bis dahin müssen sie auch noch ein wenig Sicherheit gewinnen. „Man kann nicht besonders gut sehen hinter den Masken. Die Kinder agieren da fast blind, und viel Luft bekommt man auch nicht“, weiß Lundbeck. Die Fahrgäste dürfen in jedem Fall gespannt sein, mit welchen kreativen Einfällen und Ideen sie während ihrer Bahnfahrt konfrontiert werden.

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