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Ein Damhirsch auf Abwegen

Tierischer Besuch Ein Damhirsch auf Abwegen

Auf Abwegen ist ein offensichtlich irritierter Damhirsch, der statt der freien Wildbahn mehr menschliche Nähe sucht. Die Anwohner eines kleinen Stichwegs an der Dorfstraße staunten jedenfalls nicht schlecht, als das Tier mit dem stattlichen Geweih am helllichten Tag plötzlich vor ihrer Tür stand.

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Dieser Damhirsch überrascht zurzeit in Wahlstedt viele Einwohner durch seine Besuche.

Quelle: Joachim Clement

Wahlstedt.  Auch Joachim Clement und Familienangehörige zeigten sich überrascht von dieser seltenen Begegnung der besonderen Art. Schnell zückte er seine Fotokamera und schoss einige Fotos vom Damhirsch, der offenkundig wenig Scheu vor den Menschen an den Tag legte. So konnten sie das Wildtier hautnah beobachten.

Nach einem Anruf bei der Polizei kamen die Ordnungshüter sowie die Jagdpächter Rolf Schaper und Jörg Hagen. Sie nahmen den Hirsch in Augenschein und stellten keine Verletzungen fest – von einem leicht lädiertes Auge einmal abgesehen. Um ihm den Weg in die Freiheit zu erleichtern und eine Flucht in Richtung der belebten Dorfstraße zu verhindern, montierten sie mit vereinten Kräften einen Teil des Drahtzaunes ab. So konnte das Tier ohne große Nachhilfe der Bewohner in freies Gelände entweichen.

Der dritte Jagdpächter der Wahlstedter Gemeinschaftsjagd, Manfred Lüthje, hatte das abnorme Verhalten des Damhirsches bereits vorher auf dem Schützenplatz und am unteren Streemweg beobachtet. Der Jäger konnte sich noch an ein ähnliches Erlebnis vor über 15 Jahren erinnern. Ein junges Damtier war am Amselweg in eine Hauseinfahrt geraten und kurzfristig in einer Garage in Sicherheit gebracht worden. „Nach einer Betäubung durch einen Mitarbeiter des Wildparks Eekholt konnte das verängstigte Tier abtransportiert und unverletzt in die Freiheit entlassen werden“, erinnert sich Lüthje. Der Jäger hofft, dass der Damhirsch  künftig keine weiteren Ausflüge in die Stadt wagt und lieber in der freien Feldmark bleibt.

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