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Das Energiespar-Pastorat

Todesfelde Das Energiespar-Pastorat

Die evangelische Kirche Norddeutschlands blickt am Sonntag, 8. Mai, nach Todesfelde. Mit einem Fest wird das neue Pastorat eingeweiht, das erste Niedrigenergiehaus in der Nordkirche, in das Pastorin Manuela Grube nun einziehen kann.

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Manuela Grube im neuen Pastorat der Kirchengemeinde Todesfelde, dem ersten Niedrigenergiehaus im Bereich der Nordkirche.

Quelle: Gerrit Sponholz

Todesfelde. Von August 2015 bis April 2016 wurde gebaut. „Das Haus benötigt extrem wenig Energie“, sagt Architekt Torsten Grube, ein Todesfelder, der mit der Pastorin nicht verwandt oder verschwägert ist.

 Eine Anlage entzieht der Außenluft die Wärme und leitet sie in das hervorragend isolierte Haus mit Fußbodenheizung. Solarthermie auf dem Süddach erwärmt Wasser. Und die Lüftungsanlage pustet die verbrauchte Luft erst dann nach außen, wenn die Wärme entzogen ist. „Das Passivhaus kommt ohne Gas oder Öl aus“, sagt Architekt Grube. Lediglich Strom für den Betrieb ist nötig.

 Pastorin Grube freut sich, dass die Baukosten von rund einer halben Million Euro eingehalten worden seien. Anders als beim alten Pastorat werden im neuen Haus die Bereiche Wohnen und Amtszimmer getrennt. Für Pastorin Grube und ihre Mitarbeiterin Anja Pohlmann stehen rund 60 Quadratmeter zur Verfügung, für den Wohntrakt etwa 140 Quadratmeter. Platz ist auch für zwei Kinderzimmer. Das kommt der Familienplanung entgegen. Verzichtet wurde auf einen Keller. Der Grundwasserspiegel ist zu hoch, was Feuchtigkeit in die Wände treiben würde. Der alte Schriftzug an der Frontseite des Vorgängergebäudes „Friede sei mit Euch“ wird an gleicher Stelle prangen.

 Vom Pastorat hat Manuela Grube einen schönen Blick auf die Kirche aus dem Jahr 1899/1900 und damit auf die nächste Baustelle. Die verrotteten Holzschwellen auf halber Höhe des Kirchturms müssen ausgetauscht werden. Wegen möglicher Schäden durch Schwingungen dürfen die Glocken derzeit nur befristet läuten. „Zu Silvester mussten wir schon nach 15 Minuten das Läuten beenden.“ Auf 80000 Euro schätzt die Pastorin die Kosten.

 Sie hatte ihr Amt im Juni 2015 nach einem Vikariat in Itzehoe angetreten. Die 2500 Kirchmitglieder aus den Gemeinden Todesfelde, Hartenholm, Bark und Fredesdorf erlebt sie als „lebendig, neugierig, offen und herzlich“. Die Menschen gäben aufeinander acht, die ehrenamtlichen Kräfte seien stark engagiert, die Kirchenmusik sehr aktiv. Ihre Kirchgemeinde weiß ihre Arbeit offenbar zu schätzen. Anfangs kam nur ein Dutzend Zuhörer in den Gottesdienst. „Jetzt sind es 30 bis 45“, sagt Manuela Grube. „Und das in einer guten Altersmischung.“

 Das neue Pastorat wird am Sonntag, 8. Mai, eingeweiht. Die Feier beginnt mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der Kirche nebenan. Danach steht das Pastorat zur Besichtigung offen, im Pastoratsgarten wird gegrillt.

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Gerrit Sponholz
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