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Kaisersaal vor Wiedereröffnung

Bad Bramstedt Kaisersaal vor Wiedereröffnung

Das Traditionsgasthaus „Kaisersaal“ öffnet am 31. Oktober nach knapp anderthalbjähriger Pause wieder. Doch sein leicht verstaubtes Gewand hat das Restaurant jetzt abgeworfen. Komplett saniert und renoviert wird es sich auf der Ü-30-Einweihungsparty den Gästen zeigen.

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Geschäftsführer Stephan Sommer hat viel Arbeit hinter und noch vor sich. Bis zur Wiedereröffnung am 31. Oktober ist noch Einiges zu tun. Der neue große Tresen im Festsaal steht aber schon.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Wände, Decken, Böden – alles ist neu im alten Kaisersaal: helle Farben gepaart mit warmen Tapeten, neue Tresen im Restaurant und Festsaal und eine ausgeklügelte Beleuchtung. „Die 100 Jahre alten Stühle haben wir behalten und neu aufpolstern lassen“, sagt Stephan Sommer, Mitinhaber und Geschäftsführer des Kaisersaals. Auch die Stammtischecke im vorderen Restaurant bleibt erhalten – natürlich in frischen Farben.

 „Das Problem bei der Sanierung war, dass wir vieles nicht einkalkuliert hatten. Zum Beispiel befand sich hinter der Vertäfelung schwarzer Schimmel. Außerdem mussten alle Versorgungsleitungen neu verlegt werden, unter anderem neun Kilometer Stromkabel“, sagt Sommer.

 Seit Mai dieses Jahres sind etliche Handwerker dabei, das Restaurant zu sanieren und dabei den Spagat zwischen Moderne und Tradition zu schaffen. Genau das soll sich auch im Konzept wiederfinden: „Wir wollen ein Traditionsgasthof bleiben, aber generationsübergreifend“, erklärt Stephan Sommer, Pächter des Restaurants, welches Bauunternehmer Thorsten Pohlmann im Frühjahr gekauft hatte. „Der Kaisersaal soll nicht nur als Lokal bekannt sein, in dem 70. Geburtstage gefeiert werden. Wir können uns auch vorstellen, dass hier Abi-Bälle stattfinden“, so Sommer. Die Stadt habe den Gastronomen 18 Partys im Jahr genehmigt. „Wir denken da an weitere Ü-30-Partys oder an Reiterbälle“, sagt der Geschäftsführer.

 Auch die Karte steht schon. Chefkoch Lars Fuhlendorf hält auch weiterhin fest an der traditionellen deutschen Küche, aber „modern interpretiert“, so Sommer. Grünkohl wird es nach wie vor geben, ebenso Sauerfleisch, Rinderroulade und Wiener Schnitzel. Aber eben auch Salzwassergarnelen mit Korianderdipp oder Ziegenkäseravioli. „Unsere Currywurst wird nach eigenem Rezept hergestellt“, schwärmt Stefan Sommer, der betont: „Wir kochen alles frisch und legen großen Wert auf Qualität.“ Vor allem das Fleisch stamme überwiegend von Bio-Bauern. Dabei sollen die Preise moderat bleiben, „bei uns ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.“ Auch auf die Weinkarte mit 60 verschiedenen Weinen ist der Geschäftsführer stolz: „Es ist wohl die größte Karte im Umkreis, bestückt mit Weinen, die es nicht im Supermarkt zu kaufen gibt.“

 Viele Vereine, Firmen und Familien haben schon jetzt ihre Weihnachtsfeiern im Kaisersaal gebucht. „Unser Reservierungsbuch ist bis Weihnachten fast voll“, sagt Sommer. Aber auch einige Absagen musste er schon verteilen: „Wenn Leute fragen, ob sie ihren eigenen Kuchen mitbringen können, müssen wir das leider ablehnen.“

 Seit mehr als 200 Jahren befand sich der Kaisersaal in Besitz der Familie Fuhlendorf. Nachdem Wirt Jürgen Fuhlendorf 2008 im Alter von 58 Jahren gestorben war, führte Witwe Anke Fuhlendorf mit ihren beiden Kindern die Gaststätte zunächst weiter. Seit 2011 jedoch versuchte sie den sanierungsbedürftigen Betrieb zu verkaufen.

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