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Ärger mit parkenden Lkw

Trappenkamp Ärger mit parkenden Lkw

Die Rudolf-Ducke-Straße, eine Stichstraße, ist von Brummi-Fahrern zum Nachtquartier auserkoren worden. Dagegen wehren sich die Anwohner vergeblich – und sollen bald auch noch den Ausbau der Straße bezahlen. Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde der Unmut deutlich.

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Lkw, die zum Parken in die Rudolf-Ducke-Straße kommen, ziehen Straße und Anwohner in Mitleidenschaft, meinen genervte Trappenkamper.

Quelle: Detlef Dreessen

Trappenkamp. Hans-Werner Christiansen, der als ausgeglichener Zeitgenosse gilt, platzte der Kragen. Ausgerechnet in der Tiefschlafphase um 2 Uhr ließen Brummi-Fahrer ihre Motoren an, um auf Tour zu gehen. „Jeden Abend stehen sechs bis neun Schwerlasttransporter da, manchmal mehr. Und das im Wendehammer, wo Parken verboten ist.“ Bürgermeister Harald Krille soll das unterbinden, forderte er. Nicht nur der Schlaf leidet unter den Lkw. Seit drei Jahren beobachtet Christiansen, wie die Asphaltdecke bröckelt. Auch Risse in Häuserwänden führt Ehefrau Ellen Christiansen auf Schwingungen zurück, die über Gullideckel und Schächte weitergegeben werden.

 Ein Ingenieurbüro, das durch Kernbohrungen den Aufbau der Straße untersucht hat, hat bestätigt: Der Aufbau erfüllt nur die Anforderungen an eine Wohnsammelstraße oder Fußgängerzone mit Ladeverkehr, Anliegerstraße, befahrbare Wohnweg- und Fußgängerzone sowie Busverkehr. Eine „Vielzahl von Rissen und Aufbrüchen“ wurde dokumentiert.

 Gewonnen haben die Anlieger damit jedoch nicht. Die Gemeindevertretung beschloss, die Rudolf-Ducke-Straße auszubauen – und zwar in einer Bauweise, wie sie für Hauptverkehrsstraßen, Industriestraßen und Straßen mit Gewerbegebieten vorgesehen ist. Da im Bebauungsplan nördlich der Rudolf-Ducke-Straße ein eingeschränktes Gewerbegebiet steht und auch die Grundstücke südlich der Straße gewerblich genutzt werden, müsse die Straße wohl auch weiterhin Schwerlastverkehr aufnehmen, hieß es in der Sitzungsvorlage.

 „Das ist nicht in unserem Sinn“, stellte Christiansen klar. Eine neue Straßendecke ändere nichts daran, dass seine Frau von den ständigen Störungen der Nachtruhe allmählich krank werde. Die Gemeindeverantwortlichen sollten lieber einmal mit den Unternehmen, für die die Lkw fahren, Gespräche führen, damit alternative Parkflächen genutzt werden. Sie seien im Industriegebiet und nahe dem Werk der Hansa-Heemann AG vorhanden. Das geschehe bereits, betonte Krille. Die Gemeinde werde zusätzlich Halteverbot-Schilder in der Ducke-Straße aufstellen, falls die Kreisverkehrsaufsicht das genehmige.

 Unterdessen dürfte eine andere Ankündigung die Anwohner noch unruhiger schlafen lassen. Weil es sich um eine Stichstraße handelt, müssen sie den Löwenanteil des Straßenausbaus bezahlen. Bei dieser Art von Straße seien es 80 Prozent, sagte Krille.

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