23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Ärger wegen Straßenausbau

Trappenkamp Ärger wegen Straßenausbau

Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter, Rosenstraße, Nachtigallweg und Breslauer Straße (südlich der Kurlandstraße) sowie deren Nebenstraßen zu sanieren. Darüber ärgern sich Anlieger, die wegen der bevorstehenden Kosten schon mit einer Klage liebäugeln.

Voriger Artikel
Welch ein Andrang!
Nächster Artikel
Vorbereitungen für 340 Wohncontainer

Breit ist der Wendehammer im Nachtigallweg. Früher lockerte eine grüne Insel, deren Umrisse noch genau zu erkennen sind, den tristen Asphalt auf. Anlieger Jürgen Mayer möchte lieber den alten Zustand als eine Pflasterung der ganzen Fläche.

Quelle: Petra Stöver

Trappenkamp. Alternativen seien nicht hinreichend bedacht worden, meinen die Anwohner. Die Grundstücksbesitzer müssen das Vorhaben zu 85 Prozent zahlen, für einige kommen da mehrere zehntausend Euro zusammen.

 Sowohl die Straßen selbst als auch Bürgersteige und Straßenbeleuchtung sollen komplett erneuert werden. Die Entscheidung zwischen Asphalt und Pflaster fiel durchweg zugunsten einer Pflasterung aus. Das sei nur unwesentlich teurer als das Asphaltieren, bei späteren Reparaturarbeiten sei eine gepflasterte Fläche leichter wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen, sagt Bürgermeister Harald Krille.

 „Aber die Mehrkosten müssen wir tragen!“ Jürgen Mayer, der ein großes Grundstück im Nachtigallweg besitzt, ist empört. Die Gemeindevertretung habe sich über die Wünsche der Bürger hinweggesetzt. „Der Nachtigallweg soll um 50 Zentimeter verbreitert werden“, gibt der Anlieger ein Beispiel, für das er keinen Sinn sieht: 50 Zentimeter teures Pflaster statt 50 Zentimeter Sandwege.

 Die gesamten Baukosten sind auf etwa 1,8 Millionen Euro veranschlagt. 85 Prozent davon werden auf die Anwohner umgelegt. „Wir wollen im Winter ausschreiben, vielleicht wird es dann durch günstige Preise günstiger, auch für die Anwohner“, sagt Krille. Das kann Mayer nicht beruhigen, denn schon in einer Bauausschusssitzung Anfang und einem internen Gespräch Ende November seien die Forderungen der Anlieger nach preiswerteren Alternativen abgeschmettert worden. Sie verlangen einen Plan B.

 „Wir möchten, dass alle Anstrengungen unternommen werden, um den Kostenrahmen so gering wie möglich zu halten und dies in alternativen Planungsansätzen für die kostenverpflichteten Bürger sichtbar zu machen“, fordert Mayer. Die Chance für mehr demokratische Bürgerbeteiligung und Transparenz sei vertan worden.

 Mayer und seine Mitstreiter hätten sich gewünscht, dass die Gemeindevertreter einen Beschluss noch einmal zurückstellen. Dann könnten „Ungereimtheiten“, die sie beklagen, ausgeräumt werden. So würden Flächen, die an die Wendehämmer im Nachtigallweg und der Rosenstraße grenzen, zu Eckgrundstücken, die dann zu höheren Beiträgen herangezogen werden.

 Im Kreise seiner Nachbarn sei die Stimmung nach dem Beschluss „saumäßig“ und sehr aufgeheizt, erklärt Mayer. Er selbst habe seine Mitgliedschaft in der Wählergemeinschaft Trabi gekündigt. „Da hätten die doch mal etwas für die Bürger tun können, haben aber nichts getan“, beklagt er.

 Die Sanierung soll in zwei bis drei Bauabschnitten vorgenommen werden. Dabei sollen Anwohner und Rettungsfahrzeuge jederzeit die Grundstücke erreichen können. Mit dem ersten Bauabschnitt soll 2016 begonnen werden. Die Fertigstellung erwartet Krille im Jahr darauf. In welcher Straße begonnen wird, werde mit der Firma besprochen, die den Auftrag erhält.

 Die Anlieger stehen ebenfalls schon in den Startlöchern. „Wir warten unsere Gebührenbescheide ab, schauen uns aber auch nach einem Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Verwaltungsrecht um“, kündigt Mayer an.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3