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Die Pusteblume feiert sich selbst

Trappenkamp Die Pusteblume feiert sich selbst

Sie ist eine der einflussreichsten Einrichtungen in Trappenkamp, wenn man davon ausgeht, dass Erfahrungen der ersten Lebensjahre das weitere Leben mitbestimmen: Die Awo-Kindertagesstätte Pusteblume. Am Sonnabend, 17. September, feiert sie ihr 20-jähriges Bestehen.

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Die Turnhalle - einst einer der so genannten Bunker des Marine-Sperrwaffenarsenals ist die Keimzelle des Kindergartens Pusteblume. Dort üben die Kleinen für ihren Auftritt beim Jubiläumsfest.

Quelle: Detlef Dreessen

Trappenkamp. Eigentlich werden in der Königsberger Straße schon viel länger Kinder betreut, berichtet Kita-Leiterin Cordula Schultz. Schon 1972 wurde dort in einem ehemaligen Gebäude des Marine-Sperrwaffen-Arsenals der „Kindergarten 2“ der evangelischen Kirchengemeinde eingerichtet, weil Kindergarten Nummer 1, die „Arche Noah“, nicht mehr den Kinderreichtum der wachsenden Gemeinde aufnehmen konnte.

 Nachdem 1990 zusätzlich zur Vormittagsgruppe noch eine Nachmittagsgruppe gegründet worden war, reichte auch das bald nicht mehr, weil die Landesregierung einen Rechtsanspruch auf Kindergartenplätze beschloss. In einer Ausschreibung bewarb sich die Arbeiterwohlfahrt (Awo) erfolgreich um die Verwandlung des „Bunkers“ in eine größere Anlage mit fünf Gruppen und gut 100 Kindern. 1996 wurde so der „Awo-Kindergarten Pusteblume“ eingeweiht. „Wir sind interkulturell und nicht konfessionell“, sagt Cordula Schultz, damals als ehemalige Mitarbeiterin des kirchlichen Kindergartens von Anfang an mit dabei. „Verbindlich sind bei uns die Werte der Awo: Solidarität, Toleranz, Freiheit und Gerechtigkeit.“

 Laufend habe sich der Kindergarten mit den Bedürfnissen der Eltern und der Kinder weiterentwickelt, so die Kita-Leiterin. 1998 wurde eine Hortgruppe für Grundschüler außerhalb der Schulzeiten eingerichtet, 2006 folgte die Krippenbetreuung für Kinder, die jünger als drei Jahre alt sind. Seit 2009 verfolgt die Kita das Prinzip der „teiloffenen Arbeit“. Das bedeutet, dass die Kinder selbst entscheiden dürfen, ob sie an einem Tag lieber mehr turnen, malen oder singen möchten. Dazu bekam jeder Raum eine andere inhaltliche Funktion.

 Nichts Neues sei dagegen die Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund, betont Cordula Schultz. „Trappenkamp war schon immer international, hier leben Menschen aus 45 Nationen.“ Schon seit langem gebe es daher beim Essen nur Geflügelfleisch, das von Anhängern nahezu aller Weltanschauungen gegessen werden kann. Kinder aus acht Nationen besuchen zurzeit die Kita. Jedes wird am Eingang mit einem Willkommensschild in seiner Muttersprache empfangen.

 Heute werden etwa 100 Kinder von 20 Mitarbeiterinnen in der „Pusteblume“ betreut. Und schon steht wieder etwas Neues an: Im kommenden Jahr sollen drei Krippenräume neben der Kita errichtet werden. „Die Warteliste ist lang“, berichtete Cordula Schultz. Daher werden bis zur Fertigstellung zwei Gruppen in Containern betreut.

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