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Flüchtlingshelfer geehrt

Trappenkamp Flüchtlingshelfer geehrt

Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille ehrte 31 Flüchtlingshelfer, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, dass das Miteinander in der Gemeinde funktioniert. Ministerpräsident Torsten Albig hatte Dankeskarten sowie eine Ehrennadel des Landes geschickt.

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Bürgermeister Harald Krille (von rechts) ehrte auch Tim Kröger, Dr. Eva Klinge, Anne Hogrebe und Ursula Petersen, die Flüchtlingen Deutschunterricht geben, mit einer Ehrennadel des Landes.

Quelle: Detlef Dreessen

Trappenkamp. Es ist leicht, die Herausforderung durch Flüchtlinge zu bejammern. Etwas zu tun, um die Situation zu verbessern, erfordert schon mehr Charakter. Darum ehrte Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille am Sonnabend 29 Männer und zwei Frauen, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, dass das Miteinander in der Gemeinde funktioniert.

 Vom Sprachunterricht bis zur Versorgung mit Kleidung, von der Vermittlung hiesiger Wertvorstellungen bis zu juristischem Beistand reicht die Palette dessen, was die Männer und Frauen leisten – einige von ihnen bereits seit knapp drei Jahren.

 Eigentlich beteiligen sich noch viel mehr Menschen an der Integration, sagte Krille. „Die 31 sind der harte Kern. Daneben gibt es noch viele, die sich hin und wieder beteiligen, aber auch Hauptberufliche wie die Lehrer an den Schulen. Wer noch jemanden wisse, der die Ehrung verdient, solle Bescheid sagen.

 „Etwa 150 Flüchtlinge leben in Trappenkamp“, informierte Gemeindedezernent Werner Schultz. Eine genauere Zahl zu nennen, ist schwierig, da die Personen aufgrund des unterschiedlichen Aufenthaltsstatus nicht alle von der gleichen Behörde betreut werden und es hin und wieder einen Ortswechsel gibt.“ So gebe es anerkannte Asylbewerber, geduldete Personen und solche, bei denen das Asylverfahren läuft und solche mit subsidiärem Schutz, das heißt Menschen, die nicht als Flüchtlinge gelten, aber aufgrund von Gefahr für Leib und Leben nicht abgeschoben werden.

 Die meisten betreuten Ausländer kommen aus Syrien, berichtete Schultz. Weitere Herkunftsstaaten seien Irak, Afghanistan, Albanien, Mazedonien, Jemen, Iran, Türkei, Aserbaidschan und Tunesien. „Vom Kleinkind bis zur Person im Rentenalter ist alles vertreten.“

 Unter den Geehrten sind einige, die auch sonst in der Gemeinde Verantwortung tragen, etwa Professor Rüdiger Soltwedel (Sektion der Universitätsgesellschaft SH), Hans-Henning von Reichenbach und Ede Söhnel (TV Trappenkamp), Dieter Wendt (ehemaliger Jugendpfleger), Dirk Bösebeck (Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise), Manfred Künkel (Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes) oder Rechtsanwalt Raphael Gotschol.

 Der „harte Kern“ der Helfer treffe sich alle zwei Wochen im Jugendzentrum, berichtete Krille. Dabei werden auch Probleme besprochen.

 Für Trappenkamper sei das Miteinander von Menschen aus verschiedenen Ländern schon immer etwas Selbstverständliches gewesen, sagte Krille und erinnerte an die Gründung durch Kriegsflüchtlinge. Zurzeit lebten etwa 45 Nationen in der Gemeinde friedlich miteinander.

 Auch beim Ministerpräsidenten Torsten Albig sei die Gastfreundschaft der Trappenkamper bekannt. Daher habe dieser Dankeskarten sowie eine Ehrennadel des Landes mit der Aufschrift „Schleswig-Holstein hilft“ geschickt.

 Im Zuge der Verleihung stellte jeder sein Arbeitsfeld vor – wie Tim Kröger, Dr. Eva Klinge, Anne Hogrebe und Ursula Petersen, die ehrenamtlich Frauen und Kindern unter den Flüchtlingen Deutschunterricht geben. Da werde noch Unterstützung gebraucht, ermunterte Anne Hogrebe, sich dem Team anzuschließen.

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