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Im Jugendzentrum tut sich etwas

Trappenkamp Im Jugendzentrum tut sich etwas

Möglicherweise wird es mittelfristig ein neues Jugendzentrum geben. Zwar wird das derzeitige Gebäude gerade von Bauingenieuren auf seinen Sanierungsbedarf hin untersucht. Doch langfristig sieht man keine Zukunft mehr für die Jugendarbeit an diesem Ort.

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Das Trappenkamper Jugendzentrum, erbaut 1934 bis 1936 als Kommandantur des Marine-Sperrwaffenarsenals.

Quelle: Detlef Dreessen

Trappenkamp. „Das Haus ist zu verwinkelt gebaut“, sagt Gemeindevertreterin Merle Schultz (SPD), die den Vorsitz in einem Gremium übernommen hat, der sich um die Zukunft der Jugendarbeit kümmern soll.

 Außer einem baulichen Konzept soll der Ausschuss auch ein inhaltliches aufstellen. Bisher sei so etwas noch nicht festgeschrieben. Generell sei offene Jugendarbeit in der Gemeinde unverzichtbar, findet Merle Schultz. „Das ist ganz, ganz wichtig. Die Jugendlichen müssen einen Platz haben, an dem sie sich wohl fühlen, chillen können und Freunde treffen.“ Die Ganztagsbetreuung in der Schule sei nicht ausreichend. „Wir brauchen auch freiwillige Angebote ohne Zwang, in denen sich die Jugendlichen frei entfalten.“ Außerdem bestehe in Mietwohnungen oft nicht die Möglichkeit, Freunde einzuladen oder sich draußen in den Garten zu setzen. Auch die Bedeutung gemeinsamer abendlicher Mahlzeiten sei nicht zu vergessen. „Familien sind nicht mehr so stabil.“

 Personell soll sich in der Jugendarbeit ebenfalls etwas tun. Sobald der Gemeindehaushalt vom Kreis genehmigt ist, soll eine weitere halbe Stelle ausgeschrieben werden. „Es wird nicht leicht, sie zu besetzen, weil der Arbeitsmarkt in diesem Bereich sehr angespannt ist“, weiß Merle Schultz. Die Unterstützung für Leiterin Svenja Lutkat sei aber dringend nötig. Nicht nur als Urlaubs- und Krankheitsvertretung, sondern auch, weil die Aufsicht in dem Haus mit seinen zwei Etagen und mehreren Fluren schwer zu schaffen sei. Pro Tag tummeln sich 20 bis 30 Jugendliche im Haus.

 Wie ein neues Jugendzentrum aussehen könnte, hat sich der siebenköpfige Ausschuss aus vier Mitgliedern der SPD und drei von der Wählergemeinschaft Trabi in Wahlstedt angesehen. Weitere Ausflüge in andere Jugendzentren folgen im Frühjahr. „Man muss das Rad ja nicht selbst neu erfinden, man kann auch bei anderen etwas abgucken“, hatte Bürgermeister Harald Krille in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang gesagt. Auch das Feuerwehrhaus sei als neues Refugium der Jugendlichen geeignet, wenn die Wehr irgendwann auszieht. Das wird wohl noch drei bis fünf Jahre dauern.

 Was aus dem derzeitigen Gebäude wird, sei offen, sagt Merle Schultz. „Böse Zungen sagen, dass es abgerissen werden müsste.“ Andererseits sei es „geschichtsträchtig“, war es doch nach seiner Fertigstellung im Jahr 1936 die Zentrale des Marine-Sperrwaffenarsenals, aus dem die Gemeinde hervorging. Auch der Schulunterricht hat dort schon einmal stattgefunden, und Merle Schultz weiß sogar von einer zeitweiligen Nutzung als provisorischer Kindergarten.

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