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Oldtimer lockten 5000 Besucher

Traventhal Oldtimer lockten 5000 Besucher

Liebevoll gepflegte Automobile waren am Pfingstwochenende wieder auf den Wiesen um das Landgestüt in Traventhal zu bestaunen. Rund 850 Oldtimer-Besitzer ihre Gefährte am Sonntag und Montag zur Schau. Etwa 5000 Besucher schauten sich VW, Wartburg, Dkw, Porsche und Co. an.

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Sönke Böckmann aus Schmalensee war mit seinem smaragdgrünen DKW, Baujahr 1959, in Traventhal. Nach dem Kauf in 2012 restaurierte er den Wagen drei Jahre.

Quelle: Patricia König

Traventhal. Auch Sönke Böckmann aus Schmalensee war mit seinen smaragdgrünen Dkw mit antikweißem Dach, Baujahr 1959, nach Traventhal gekommen. 2012 hatte der Oldtimerfan den Dkw gekauft, seit einem Jahr ist er zugelassen. „Drei Jahre habe ich den Wagen aufbereitet“, erzählte Böckmann. „Das Auto ist absolut alltagstauglich“, versichert der Dkw-Liebhaber, der die gleiche Automarke schon einmal von 1984 bis 1999 sein eigen nannte. Der Wagen trägt die vier Ringe, die heute nur noch die Marke Audi symbolisieren, früher jedoch die Union aus den Marken Audi, Dkw, Wanderer und Horch darstellten. 1965 übernahm VW die Autounion und benannte sie wieder in Audi um.

 Der 69-jährige Siegfried Müller aus Bad Bramstedt besitzt ein ganz ungewöhnliches Automobil mit einer interessanten Geschichte. „Dieser Opel K38 Moskwitsch 400 dürfte der einzig angemeldete seiner Art in Deutschland sein“, versicherte Sohn Magnus. Vor sechs Jahren fand sein Vater den Opel, der damals „klinisch tot“ war. Beide ehemaligen Mitarbeiter von Opel Harm in Bad Bramstedt erkannten aber den Wert des Wagens. Denn dieses Exemplar ist der russische Nachfolger des K 38, der vor dem Krieg in den Opel-Werken hergestellt wurde. „Nach dem Krieg haben die Russen das deutsche Opel-Stammwerk Stein für Stein abgebaut und in Moskau wieder aufgebaut“, erzählte Magnus Müller. Der jetzt schwarz-weinrote Oldtimer wurde dort 1948 gebaut. Vater und Sohn sanierten den Wagen von Grund auf. Jetzt will sich der 69-Jährige aber von der Rarität trennen. Seit gestern steht der Opel Moskwitsch zum Verkauf.

 Daran denkt Peter Mosdzelewski aus Bark nicht im Traum. Der 71-Jährige ist seit 20 Jahren stolzer Besitzer eines „poppy red“-farbenen Ford Mustang, Baujahr 1965. „Das ist ein Kultauto und einer der ersten aus der Produktion“, erklärt Mosdzelewski, der oft mit seiner Frau Inge Liese in dem USA-Sportwagen mit seinen 120 PS ausfährt. Auch Enkel Maximilian Meyer aus Hasloh war mit in Traventhal. Der 14-Jährige ist ebenfalls Mustang-Fan.

 So manche Rarität auch ohne Räder war auf dem Gestüt selbst zu finden. Rund 100 Aussteller hatten ihre Antik- und Trödelstände aufgebaut und boten den Besuchern eine qualitativ schöne Auswahl an Wohn- und Gartenaccessoires, Werkzeugen, Haushaltswaren und Liebhaberstücken.

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