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Wasserrohrbruch: 1000 Einwohner betroffen

Bad Segeberg Wasserrohrbruch: 1000 Einwohner betroffen

Drei Seen hat die Kalkbergstadt ohnehin – am Montag bekam sie zumindest vorübergehend einen vierten: Ein Wasserrohrbruch setzte den Wendehammer des Amselwegs zentimetertief unter Wasser, ruinierte einen wertvollen Oldtimer und sorgte dafür, dass bis zu 1000 Einwohner ohne Wasser waren.

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Knapp 1000 Bewohner erhalten nach einem Wasserrohrbruch in Bad Segeberg kein Trinkwasser aus der Leitung.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Um 3.42 Uhr erklärte der Funk-„Pieper“ die Nacht der Feuerwehrleute für beendet. Aus dem Bürgersteig des Amselweges sprudelten Wassermassen. Auf etwa zwei Metern war der Fußweg vollständig weggebrochen. Ein tiefer Riss durchzog im Wendehammer den Asphalt der Fahrbahn. Das gesamte Gelände war unterspült. Wer dort stand oder ging, drohte, im Erdboden zu versinken.

Für die Freiwillige Feuerwehr begann ein langer Tag – ebenso für das Team des Energieversorgers EWS und der Firma Wähler, die sich auf die Suche nach der Leckage machten. Einsatzleiter der Feuerwehr war Sven Siever, aber auch Wehrführer Mark Zielinski war nahezu durchgehend vor Ort. Von Anwohnern und der EWS wurden die Feuerwehrleute mit Schnittchen und Getränken versorgt.

Rund 300 Haushalte mit etwa 1000 Einwohnern zwischen Kühneweg und Ziegelstraße sowie zwischen Waldweg und Dorfstraße waren entweder komplett ohne Wasser oder konnten ihre Wasserhähne nur sehr eingeschränkt nutzen. Daher bezog auf dem Nahkauf-Parkplatz an der Ecke Kühneweg/Habichtshorst der ABC-Zug der Kreis-Feuerwehr Stellung, um Wasser auszugeben. Zum Trinken war das kühle Nass aus den Feuerwehrwagen jedoch nicht geeignet, sondern nur zum Händewaschen oder dem Spülen der Toilette. Möglicherweise am schlimmsten traf die Überschwemmung den Amselweg-Anwohner Horst Cordes, bei dem Wehrführer Zielinski um 3.50 Uhr Sturm klingelte. Cordes’ Grundstück liegt etwas tiefer als die seiner Nachbarn – und er hat eine Tiefgarage. Deren Zufahrt war etwa einen Meter hoch überflutet. Eine Pumpe, die es dort unten gibt, quittierte nach einem Kurzschluss den Dienst, so dass der Wasserpegel auch im Inneren der Garage unaufhörlich anstieg.

Dort parkt seit zwei Wochen ausgerechnet ein kostspieliges Liebhaberstück auf vier Rädern. „Ein 42 Jahre alter Porsche 914 mit sechs Zylindern“, schilderte der reichlich bediente Cordes. „Ganz selten, gerade erst aus Portugal geholt und vom TÜV abgenommen.“ Nun muss in einer Spezialwerkstatt versucht werden, zu retten, was noch zu retten ist. Cordes: „Der hatte kein bisschen Rost – bis jetzt.“

Unterdessen pumpte die Feuerwehr das Wasser vom eingebrochenen Bürgersteig ab. Am späten Vormittag entdeckten Rohrleitungsexperten ein 1,5 Meter langes Leck, das bis 18 Uhr geflickt werden sollte. Dann jedoch stellte sich heraus, dass weitere Rohre undicht waren, so dass eine Wiederinbetriebnahme abends noch in den Sternen stand.

Laut Wehrführer Mark Zielinski war das Unglück ausgerechnet an einem Knotenpunkt geschehen, an dem eine Hauptleitung vom Wasserwerk am Ihlsee unter dem Wanderweg zum Wasserwerk an der Straße Neuland führt – „und an dem so etwas nicht passieren darf“. Am Amselweg treffen mehrere Leitungen aufeinander. Daher war das Leck so schwer zu finden.

Am späten Abend teilte die Feuerwehr mit, dass die Leckage verschlossen werden konnte: Alle Haushalte seien wieder mit Trinkwasser versorgt, Anwohner sollen das Wasser ein wenig laufen lassen, um die Leitung kurz durchzuspülen.

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