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Über 300 wollen Mike helfen

Typisierung in Bad Segeberg Über 300 wollen Mike helfen

212 Spender ließen sich in der Ergon-Ausbildungsstätte in Bad Segeberg typisieren, weitere 100 Polizeianwärter in Eutin. Damit sind es jetzt schon über 300 mögliche Männer und Frauen mehr, die das passende Rückenmark für die Heilung von Mike, der an Leukämie erkrankt ist, haben könnten.

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Katja Foth (Heiligenhafen) war nach Bad Segeberg gefahren, um ihr Blut testen zu lassen. Petra Feddern nahm es ihr ab.

Quelle: Patricia König

Kreis Segeberg. Auch die Spendeneinnahmen können sich sehen lassen: 2128 Euro wurden von 13 bis 18 Uhr eingesammelt. Sonja Otte ist immer noch ganz überwältigt und begeistert darüber, was die Menschen auf die Beine gestellt haben, um Mike Strehl zu helfen. Die Berlinerin (Gemeinde Seedorf) hatte am Freitag eine Typisierungsaktion für den 18-jährigen Sohn ihrer besten Freundin Simone Strehl aus Hansühn organisiert, der an Leukämie erkrankt ist.

 Die Ärztin vor Ort, Dr. Dagmar Steppat, stellte die Auswertung der 212 Blutspenden in zwei bis drei Wochen in Aussicht.

 „Ich hoffe wirklich, dass wir einen passenden Spender gefunden haben“, wünschte sich Sonja Otte von Herzen. Sie habe schon mit Mikes Mutter, ihrer Freundin, gesprochen. Sie habe ihr erzählt, Mike sei so entspannt und zufrieden wie schon lange nicht mehr.

 Die vielen Menschen, die extra für ihn nach Bad Segeberg gekommen waren, nur um ihm zu helfen, haben ihm wohl viel Kraft und Mut gegeben, freute sich Sonja Otte. Der 18-Jährige war bei der Typisierungsaktion am Freitag nach einer Behandlung im Uniklinikum Kiel von 14 Uhr an bis in den Abend dabei.

 So erlebte er auch kurz vor Schluss der Aktion mit, wie sich noch mal alle Räume des Ergon-Gebäudes gefüllt hatten. Um 17.15 Uhr war ein Bus aus Hansühn in Bad Segeberg angekommen, aus dem 45 Sportler des SV Hansühn und Kameraden der Gemeindefeuerwehr Wangels ausstiegen. 20 weitere Feuerwehrkameraden waren mit Autos angereist. Alle ließen sich typisieren.

 Die Spendeneinnahmen für die Typisierungskosten setzen sich aus dem Verkauf von Kuchen, Kaffee und Handarbeitswaren vom Basar und aus privaten Zuwendungen zusammen. „Eine ältere Dame drückte mir einen Umschlag mit 500 Euro in die Hand“, erzählte Sonja Otte. Die habe sie auf ihrem Geburtstag für Mike eingesammelt. Aber auch die Arbeitskollegen von Mike, der eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker begonnen hat, gaben außer ihrem Blut auch Geld. Sie hatten mit einem Sparschwein bei Kunden für ihren Kollegen gesammelt und alle Trinkgelder gespendet.

 Sonja Otte plant schon die nächste Aktion, um Geld für die Typisierung zu sammeln. Am Sonntag, 8. Mai, soll es mit ihr als Sängerin, zusammen mit Thomas Petersen-Anraadt am Cello und einem Organisten, ab 17 Uhr ein Konzert im Gemeindehaus in Hansühn geben.

 Auch andere hat die Berlinerin mit ihrer Tatkraft angesteckt. So drehten schon am Freitag drei Freunde von Mike einen Film für eine RTL-Aktion. Der Fernsehsender hatte dazu aufgerufen, ein Video mit einem Auto aufzunehmen, dass in der Serie „Alarm für Cobra 11“ zerstört werden kann. Wer in die Auswahl kommt, dem winken 2000 Euro. Das Geld würden die drei jungen Männer Mike spenden.

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Typisierungsaktion
Foto: Die Spenden-Aktion läuft noch bis 18 Uhr im Ergon-Ausbildungszentrum in der Marienstraße 31b in Bad Segeberg.

Ein ständiges Kommen und Gehen herrschte am Freitag ab 13 Uhr im Bad Segeberger Ergon Ausbildungszentrum an der Marienstraße. Der Grund: Dort hatte Sonja Otte aus Berlin- Seedorf unter dem Motto „Eine Stunde für Mike“ zusammen mit vielen Helfern eine Typisierungsaktion gestartet. 

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