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17-jähriger Mike sucht einen Spender

Typisierungsaktion 17-jähriger Mike sucht einen Spender

Ein ständiges Kommen und Gehen herrschte am Freitag ab 13 Uhr im Bad Segeberger Ergon Ausbildungszentrum an der Marienstraße. Der Grund: Dort hatte Sonja Otte aus Berlin- Seedorf unter dem Motto „Eine Stunde für Mike“ zusammen mit vielen Helfern eine Typisierungsaktion gestartet. 

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Heinke Fock ist wie eine Oma für Mike Strehl. Der 17-Jährige kam direkt von der Behandlung im UKSH aus Kiel nach Bad Segeberg zu seiner Typisierungsaktion.      

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. Sie organisierte das Ganze für den an Leukämie erkrankten Sohn ihrer besten Freundin Simone Strehl aus Hansühn (Ostholstein) organsisiert. Schon in der ersten halben Stunde kamen 45 Freiwillige, um ihr Blut abzugeben und so die Chance für die Rettung des 17-Jährigen zu erhöhen.

Während die Blutspender zunächst in die obere Etage gingen um sich anzumelden und danach ihr Blut abzugeben, warteten in der kleinen Mensa des Ergon im Erdgeschoss Stärkungen, ein Basar und eine Tombola auf die Gäste. Für eine Geldspende, die alle in die Kasse für die Kosten der Typisierung gingen, gab es selbst gebackenen Kuchen, Kaffee oder Tee und an dem Basartisch konnten die Besucher Socken, Mützen, lustige Kakteen-Tussis und Co für den guten Zweck kaufen.

Etwa um 14 Uhr kam dann auch die Hauptperson Mike zur Tür herein. Der Auszubildende war eine Stunde zuvor noch in der UKSH in Kiel, wo er zur Zeit ambulant chemotherapeutisch behandelt wird. „Mir geht es ganz gut“, sagte er auf Nachfrage. Mike war überwältigt von der Aktion, die Sonja Otte dort auf die Beine gestellt hat. „Ich hoffe es findet sich ein Spender für mich“, erklärte er. Aber es gehe ja nicht nur um ihn, sondern auch um die vielen anderen Leukämiekranken, denen vielleicht geholfen werden könne. „Jetzt wollen wir aber erst einmal einen Spender für dich finden“, sagte darauf Heinke Fock.

Die 74-Jährige ist die Mutter von der Organisatorin Sonja Otte und kennt Mike und seinen Bruder Devin schon von Kindheit an. „Ich war immer wie eine Oma für die beiden“, sagte Heinke Fock und nahm Mike herzlich in den Arm. „Ich hoffe es kommen noch ganz viele Menschen zum Blut spenden“, wünschte sich Sonja Otte zur Halbzeit. Dazu gab es noch bis 18 Uhr die Gelegenheit. Wie groß die Hilfsbereitschaft mancher Menschen ist, zeigte eine Familie aus Wahlstedt. Bonnie Schawich ist schwanger und erwartet ihr fünftes Kind. „Ich habe gerade erst erfahren, dass ich Blut abgeben darf“, erklärte sie erfreut. Sie könne damit zwar nicht Mike helfen, aber vielleicht jemand anderen“, sagte sie. Ihr Mann Sammy Schawich gab ebenfalls sein Blut ab. 

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Typisierung in Bad Segeberg
Foto: Katja Foth (Heiligenhafen) war nach Bad Segeberg gefahren, um ihr Blut testen zu lassen. Petra Feddern nahm es ihr ab.

212 Spender ließen sich in der Ergon-Ausbildungsstätte in Bad Segeberg typisieren, weitere 100 Polizeianwärter in Eutin. Damit sind es jetzt schon über 300 mögliche Männer und Frauen mehr, die das passende Rückenmark für die Heilung von Mike, der an Leukämie erkrankt ist, haben könnten.

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