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Stadtjugendring ist gesichert

Kaltenkirchen Stadtjugendring ist gesichert

Dem Stadtjugendring drohte einmal mehr die Auflösung, als der Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss über seine Finanzmittel beriet. Doch sie konnte abgewendet werden. Es soll nun sogar eine Art Neubeginn zur Stabilisierung der Organisation gewagt werden.

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Damit bei der Unterführung am Marschweg keine Jugendlichen mehr herumlungern, sind jetzt die Mitarbeiter des Jugendzentrums beauftragt worden, ein Auge auf den Bereich zu werfen. Am Mittwoch hatte die Maßnahme offenbar Erfolg.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Der Kaltenkirchener Stadtjugendring ging 1991 aus dem Ortsjugendring hervor. Er soll ein Dachverband für alle Kaltenkirchener Vereine sein, in denen Heranwachsende organisiert sind. Doch dieses Ziel erreicht der Ring schon lange nicht mehr. Seine Arbeit stößt nicht einmal bei den 27 Mitgliedsvereinen auf Interesse. Seit Jahren ist es auch schwierig, Freiwillige für die Vorstandsarbeit zu finden. Deshalb wird auch beinahe alljährlich in der Jahreshauptversammlung über die Auflösung des Rings diskutiert.

 In diesem Jahr ging es auf der Jahreshauptversammlung noch einmal gut. Trotzdem wurde die Diskussion im Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss erneut geführt. Anlass war die Idee, den Stadtjugendring in diesem sowie in den kommenden zwei Jahren keine städtischen Gelder an seine Mitgliedsvereine auszahlen zu lassen. Stattdessen möchte der Vorstand mit den Beträgen Rücklagen bilden, um diese dann in ein größeres, nachhaltiges Projekt zu investieren. Darüber waren nicht alle Stadtvertreter glücklich. Die FDP-Fraktion stellte die Arbeit des Stadtjugendrings infrage, und daraufhin drohte dessen Vorsitzender Enrico Blohm schließlich mit dessen Auflösung.

 In einem Punkt waren sich alle Anwesenden einig: So wie der Stadtjugendring bislang arbeitet, ergibt seine Existenz keinen Sinn mehr. Denn in den vergangenen Jahren beschränkte sich seine Tätigkeit darauf, die ihm von der Stadt zugedachten Gelder an seine Mitgliedsvereine zu verteilen. Weil der Zuschuss inzwischen nur noch 2000 Euro beträgt, bleiben also pro Verein lediglich Kleinstbeträge übrig, von denen niemandem geholfen werden kann. So entstand in Rücksprache mit der Verwaltung die Überlegung, über drei Jahre Ersparnisse anzuhäufen und dieses Geld dann in ein größeres Projekt zu investieren.

 Angedacht ist bislang, in Zusammenarbeit mit der Jugendstadtvertretung die Unterführung am Marschweg umzugestalten. Diese muss immer wieder von Schülern durchquert werden, doch gerade für Grund- und Unterstufenschüler stellt sie oft ein Problem dar. „Insbesondere zwischen 11 und 13 Uhr stehen dort oft ältere Jugendliche zusammen, die dort rauchen und Kindern absichtlich den Weg versperren“, berichtete Jugendstadtvertreter Jorge Franck aus seiner Erfahrung. Stadtjugendring und Jugendstadtvertretung wollen Abhilfe schaffen, beispielsweise durch Sitzmöglichkeiten in der näheren Umgebung der Unterführung. Dadurch könnte erreicht werden, dass die Unterführung für Passanten frei bleibt, weil sich der Treffpunkt dann verlagert.

 Katharina Loedige (FDP) zweifelte an, dass dieses Projekt beim Stadtjugendring richtig angesiedelt sei. Werner Krieger und Dieter Bracke (beide CDU) sprachen sich für Kontrollen aus, beispielsweise durch ein Sicherheitsunternehmen. Dies sei die einzige Möglichkeit, dem Problem zu begegnen. Am Ende kam das Gremium vom sozialen Brennpunkt Unterführung wieder zurück zur üblichen Grundsatzfrage: Stadtjugendring ja oder nein. Enrico Blohm drohte daraufhin entnervt mit der Aufgabe. Eine bloße Gelderverteilung wie in der Vergangenheit lehnte er ab. Den Fortbestand des Rings knüpfte er an die Projektidee.

 Rückendeckung bekam Blohm von Bürgermeister Hanno Krause. Dieser warb dafür, das neue Konzept auszuprobieren und dem Ring eine weitere Chance zu geben. „Hier geht es darum, ein Netzwerk aufrechtzuerhalten“, meinte er. Wenn der Ring erst einmal beerdigt sei, werde eine Wiederbelebung schwierig.

 Letztendlich setzten sich die Unterstützer mit breiter Mehrheit durch. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung entschieden sie, den Ring das neue Konzept testen zu lassen. Ob davon nun die Unterführung profitieren soll, ist aber noch offen.

 Damit am Marschweg schnell etwas erreicht werden kann, wurde bereits eine Maßnahme getroffen. Mitarbeiter des benachbarten Jugendhauses der Tausendfüßler-Stiftung sollen dort regelmäßig nach dem Rechten sehen. Das haben Gespräche mit der Stadtverwaltung ergeben.

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