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Neuer Zweck für alte Handys

Umweltwettbewerb Neuer Zweck für alte Handys

Wer ausgediente Mobiltelefone zum Recycling gibt, leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. Mit gutem Beispiel voran gingen 6 der 30 Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Segeberg. Sie sammelten innerhalb von fünf Monaten 1505 Handys und 4295 Kilogramm Haushaltsbatterien.

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Moritz Lohse (13) und Maximilian Haesner (16) aus dem Siegerteam der Jugendfeuerwehr Itzstedt zeigen einen Teil der Handys, die sie und ihre Mitstreiter gesammelt haben.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. 100 Millionen alte Handys liegen irgendwo in Schubladen oder Schränken deutscher Haushalte herum. Was da vor sich hin gammelt, ist in Teilen noch wertvoll.

 Der Feuerwehrnachwuchs aus Itzstedt, Bad Bramstedt-Land, Hartenholm, Groß Niendorf, Großenaspe und Stuvenborn hatte am Umweltwettbewerb des Martin-Meiners-Fördervereins (MMF) teilgenommen. Unter dem Motto „Raus aus der Schublade“ trugen sie nicht nur Mobiltelefone und Batterien zusammen, sondern entwickelten auch kreative Ideen. Gewertet wurde nicht nur die Aktion an sich, sondern auch das Konzept und die Dokumentation.

 So bastelte die Jugendfeuerwehr Itzstedt, die den ersten Platz holte, eigene Sammelboxen und stellte sie in Lebensmittelläden auf. Gemeinsam liefen sie von Haus zu Haus, baten um leeren Batterien und alte Handys. Der Lohn der Mühe: bestes Ergebnis mit 1220 Kilogramm Batterien und 447 Handys.

 Die Zweitplatzierten, die Jugendfeuerwehr Bad Bramstedt-Land, überzeugten die Jury mit einer ausführlichen Dokumentation. Die Jugendlichen hatten sich ausführlich mit den Umweltgefahren von Handys und Batterien auseinander gesetzt. Ähnlich arbeiteten die Jugendlichen aus Hartenholm, die sich den dritten Platz sicherten. Bei der Preisverleihung in der Schadstoffhalle des Wege-Zweckverbandes (WZV) hörten nicht nur die Preisträger, sondern alle Nachwuchs-Brandschützer viel Lob.

 „Jugendfeuerwehr steht nicht nur für Nachwuchsarbeit, sondern auch für Umweltschutz“, bilanziert Kreisjugendfeuerwehrwart Sebastian Sahling. Kreiswehrführer Holger Gebauer sah in dem Wettbewerb einen guter Einstieg, sich mit Umweltgefahren im aktiven Feuerwehrdienst auseinanderzusetzen. Mit ihrer Aktion seien die Jugendlichen „an Kunden herangekommen, die wir wohl nie erreicht hätten“, meinte WZV-Verbandsvorsteher Jens Kretschmer. Und MMF-Vorsitzender Hans Peter Sager staunte, „was sich im Laufe der Monate so ansammelt“.

 Telekommunikationsunternehmen, die Bestandteile der Handys wiederverwerten lassen, unterstützen aus dem Erlös anderem das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ), das Jugendliche auch beim MMF absolvieren können. Ins Verhältnis setzte Hinrich Goos, Ex-JÖF-Koordinator, die Leistung der Jugendwehren. Über die Abfallwirtschaftsbetriebe in Schleswig-Holstein kämen jährlich zwischen 10000 bis 15000 alte Handys zusammen. Die sechs Segeberger Gruppen hätten in fünf Monaten 10 Prozent dessen geschafft. Sein Lob: „Super, super, super!“

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