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Privatschule zieht im Dezember um

Weddelbrook Privatschule zieht im Dezember um

Die Leibniz-Privatschule, die zum Jahresende nach Kaltenkirchen umziehen will, wird nun doch ihren Grundschulstandort in Weddelbrook aufgeben. „Es rechnet sich finanziell nicht“, sagte Schulleiter Egon Boesten. Rund 100 Kinder sind davon betroffen, darunter auch eine Kita-Gruppe.

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Die Grundschule Weddelbrook wird bald leer stehen. Die Leibniz-Privatschule hat den Pachtvertrag gekündigt.

Quelle: Einar Behn

Weddelbrook. Die Leibniz-Privatschule Bad Bramstedt wurde 2008 gegründet, zunächst als Zweigstelle des Stammhauses Elmshorn. Sie bezog damals ein ehemaliges Bürogebäude in Hitzhusen, weil sich in Bad Bramstedt kein Platz fand. Die Schule wuchs zunächst rasant, sodass schon bald Container aufgestellt werden mussten. Die Grundschulklassen wurden nach Weddelbrook ausgegliedert, ebenso die Kindergartengruppe. Die dortige staatliche Grundschule war mangels Kinder 2014 geschlossen worden.

Grundschule zieht um nach Kaltenkirchen

Da der Standort Hitzhusen wegen der räumlichen Enge keine Zukunft hat, sich in Bad Bramstedt kein geeignetes Baugrundstück fand, entschloss sich die Schulleitung für einen Umzug nach Kaltenkirchen. Die Bauarbeiten auf einem Grundstück in der Nähe des AKN-Bahnhofes Kaltenkirchen-Süd sind weit fortgeschritten. „Wir werden bald Richtfest feiern“, so Schulleiter Egon Boesten. Die Eltern haben bereits eine Mitteilung bekommen, dass auch ihre Kinder ab dem 15. Dezember, dem geplanten Umzugstermin, mit nach Kaltenkirchen müssen. Den Pachtvertrag mit Weddelbrook hat Boesten bereits gekündigt.

Eigenständiger Standort ist nicht zu finanzieren

Grund für die Schließung des Standortes Weddelbrook ist, dass das Kultusministerium die Grundschule nach dem Umzug nach Kaltenkirchen nicht mehr als Außenstelle sondern als eigenständige Privatschule einstuft. Die Entscheidung in Kiel hat finanzielle Auswirkungen. Privatschulen müssen die ersten zwei Jahre ihres Bestehens ohne staatliche Bezuschussung auskommen. Erst nach dieser Bewährungszeit bekommen sie 80 Prozent des Schüler-Kostensatzes, der für staatliche Schulen berechnet wird. Pro Grundschüler sind das gut 4000 Euro im Jahr. Bei 80 Grundschülern kommen in den zwei Anerkennungsjahren rund 650.000 Euro zusammen. „Zwei Jahre ohne diesen Landeszuschuss durchzustehen, ist uns nicht möglich“, sagte Boesten.

Boesten sagt, er habe durch die Ankündigung, die Weddelbrooker Schule zu schließen, keine Abmeldungen erhalten. Im Gegenteil: „Sowohl in Hitzhusen und Weddelbrook als auch in Elmshorn ist die Zahl der Quereinsteiger enorm. Genau 100 Schüler sind im laufenden Schuljahr zu uns gewechselt“, so Boesten.

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Einar Behn

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